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Basisinformationen

UNESCO - was verbirgt sich dahinter?

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist eine der 16 rechtlich selbständigen UN-Sonderorganisationen mit Sitz in Paris. Hauptaufgaben dieser internationalen Organisation sind u.a. die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur, "um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind" (Artikel I.1 der UNESCO-Verfassung).
Im Rahmen dieser Aufgaben sind auch die weltweit bestehenden Biosphärenreservate angesiedelt. Diese eingerichteten Modellregionen für schonende Wirtschaftsweisen wurden mit dem so genannten MAB-Programm ins Leben gerufen.

Um über die Grenzen Deutschlands oder gar Baden-Württembergs hinaus von der Ausweisung eines Biosphärengebiets Schwäbische Alb profitieren zu können, Bedarf es der Anerkennung durch die UNESCO. Die Organisation zeichnet besonders repräsentative Kulturlandschaften mit dem UNESCO-Prädikat aus. 

Bereits frühzeitig wuchs bei den hier lebenden Menschen und den Verantwortlichen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb der Wunsch im Weltnetz der Biosphärenreservate Aufnahme zu finden. In ersten Gesprächen mit dem, über einen Antrag auf Anerkennung des Gebiets entscheidenden Gremiums, sind der Region gute Chancen attestiert worden im Kreis der bedeutendsten Kulturlandschaften eine Rolle zu spielen. Um die entscheidende Gremien zu überzeugen muss ein entsprechender Antrag eingereicht werden.


MAB-Programm

Grundgedanke
1970 wurde von der UNESCO das Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (Man And the Biosphere) etabliert. Entscheidungsgrundlage hierfür war der rasante technische und wirtschaftliche Fortschritt, der dazu führte, dass die menschliche Lebensgrundlage in vielen Bereichen stark gefährdet oder gar bereits zerstört wurde.

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Vorteile des UNESCO-Labels

Im Zuge der Globalisierung und des steigenden Wettbewerbs kann ein anerkanntes UNESCO-Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb positive Impulse für die Zukunft geben. Durch die beim Verbraucher mit hoher Glaubwürdigkeit belegte Auszeichnung, erfährt die Region weiter zunehmender Bekanntheit und verschafft in einem ersten Schritt besonders dem Tourismus zusätzliche Einnahmen. Intensive Kooperationen und Zusammenschlüsse mit Gastronomen, Landwirten und dem Handwerk sichern langfristig Arbeitsplätze und schaffen neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese regionalen Wertschöpfungsketten tragen gleichzeitig zur Sicherung und Bewahrung der teilweise über viele Jahrzehnte gewachsenen Kulturlandschaft bei.

Als Modellregion für nachhaltige Regionalentwicklung sind Bewerbungen um nationale und internationale Fördertöpfe erfolgreicher. Doch auch für Wirtschaft und Handel ergeben sich Chancen durch regionale Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen, Innovationen oder der Gewinnung von qualifizierten Fachkräften durch ein attraktives Arbeitsumfeld. Aufgrund der bestehenden Erfahrungen und dem Wissensaustausch der Großschutzgebiete untereinander ist die Aufnahme in das Weltnetz der Biosphärenreservate und die Unterstützung durch renommierte Fachleute ein zusätzlicher Gewinn.


Wie sieht ein solcher Antrag aus?

Um von der UNESCO geadelt zu werden Bedarf es der Einreichung eines rund 100 bis 150seitigem Antragsgesuches. Dabei ist ein solcher Antrag nicht formlos beim entscheidenden Gremium abzugeben, sondern sind vielmehr zwanzig Fragenkomplexe, vorgegeben durch die UNESCO, abzuarbeiten. Zusätzlich zum in deutscher Sprache gefertigten Antrag ist eine englische oder französische Übersetzung, eine kurze allgemeine Beschreibung des Gebiets sowie belegende Materialien, Karten und Erläuterungen einzureichen.

Neben der detaillierten Beschreibung des Gebiets und der Herausstellung regionaler Besonderheiten, müssen Entwicklungsziele und deren Umsetzungsmöglichkeiten im Gesuch ersichtlich sein. Dabei werden Fragen beispielsweise nach dem höchsten topografischen Punkt oder der Durchschnittstemperatur in der Gebietskulisse eine schnelle Beantwortung finden. Ganz anders sieht es mit der Darstellung möglicher Potenziale zur nachhaltigen Förderung ökonomischer und sozialer Entwicklung oder bei der Ausführung der Vorteile für die Bevölkerung durch ökonomische Aktivitäten aus.

Das vollständige Antragsformular mit seinen zu bearbeitenden Aufgabenbereiche kann hier (ca. 1,5 MB) in englischer Sprache eingesehen werden.

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