Die folgenden 15 Institutionen und das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb sollen das "Grundgerüst" des Netzwerks Informationszentren bilden. Einige der genannten Einrichtungen bestehen bereits und verfügen teilweise schon über ausgeprägte Erfahrungen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie natürlich bei den eigenen Themenschwerpunkten.
Das Freilichtmuseum mit den Einzugsbereichen Mittlerer Neckarraum (Region Stuttgart) und Schwäbische Alb ist ein Museumsdorf mit mehr als 20 Originalgebäuden, aufgebaut in den Baugruppen Neckarland und Alb. Auf insgesamt 11 Hektar ist das Museumsgelände mit Museumsäckern, Hausgärten, Streuobstwiesen und 300-350 Streuobstbäumen angelegt, um die Geschichte von Bauen und Wohnen, Leben und Arbeiten in Württemberg, den Anbau alter Kulturpflanzen, lebhaft zu veranschaulichen. Der vorhandene Museumsladen lädt dabei ein, originelle Geschenke und Souvenirs aus vergangenen Zeiten zu erwerben. Das Freilichtmuseum bietet ein umfangreiches Kulturprogramm mit ca. 80 Veranstaltungen jährlich an.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Ländliche (Bau-)Geschichte, Historische Landwirtschaft, Historisches Handwerk
Das Haupt- und Landgestüt Marbach ist das Gestüt des Landes Baden-Württemberg. Bereits unter Herzog Christoph von Württemberg (1550-1568) setzte der Ausbau Marbachs zum herrschaftlichen Gestüt ein. Das Gestüt ist eine wichtige Anlaufstelle für Pferdezüchter und Reitsportler, sehr bekannt ist u.a. die dortige Araberzucht sowie die Zucht des Württemberger Warmblüters und des Schwarzwälder Kaltbluts. Die jährlich stattfindende Hengstparade ist eine international bekannte Attraktion. Führungen informieren zur Geschichte des Gestüts, erläutern die einzelnen Pferderassen und geben Einblick in die Arbeit am und mit dem Pferd. Planwagenfahrten, Schlittenfahrten im Winter oder Exklusivfahrten im Jagdwagen runden das Angebot ebenso ab wie ein Besuch im Gestütsmuseum Offenhausen. Hier werden Sie in keinen Fall fragen: "Where are the horses?"
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Pferdewirtschaft
Die Schäferlaufstadt Bad Urach, gelegen im Herzen der Schwäbischen Alb, bietet hervorragende Lebensqualität. Die Stadt verbindet die Vorzüge städtischer Infrastruktur mit den Annehmlichkeiten naturnaher Umgebung. Innovative Angebote für Familien, Jugend, Ausbildung und Wirtschaft genauso wie für Kultur und Tourismus prägen die zukunftsweisende Struktur der Stadt Bad Urach. Parallel dazu kann sie auf eine auch heute noch überall erlebbare reiche Vergangenheit zurückschauen. Das reichhaltige Angebot reicht vom spätmittelalterlichen Marktplatz mit Rathaus und Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert, zum Residenzschloss, der spätgotischen Stiftskirche St. Amandus, verschiedenen Museen, den Festungsruinen Hohenurach und Hohenwittlingen hin zu den Wasserfällen und 210 Kilometern an Wanderwegen.
Für das Informationszentrum Bad Urach wird aktuell noch nach einem geeigneten Standort gesucht.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Regionale Produkte, Schäferei, Ernährung, Gesundheit, Wellness, Heilwirkung von Wasser
Ehingen liegt idyllisch gelegen an den Flüssen Donau und Schmiech. Die Stadt kann auf 1000 Jahre Geschichte zurückblicken, die drei Türme von St. Blasius, der Liebfrauenkirche und der Konviktskirche können teilweise Zeugnis über diese bewegte Zeit geben. Die Stadt ist überschaubar aber dennoch äußerst vielseitig, denn kulturell ist sie mit ihren Barockbauten, Museen und Veranstaltungen immer eine Reise wert. Und nicht zuletzt ist Ehingen ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit namhaft angesiedelten Unternehmen.
Ebenso reichhaltig ist die unmittelbare Umgebung. Die Schwäbische Alb lädt ein zur Entspannung und Erholung. Ein großzügig angelegtes Rad- und Wanderwegenetz verbindet die Natur- und Kulturschönheiten wie Wälder, Täler, Städte und Burgen.
Für das Informationszentrum Ehingen wird im Jahr 2010 ein kleiner Neubau in Ehingen-Dächingen entstehen.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Spiritualität, Kunsthandwerk
Direkt an der Lauter gelegen liegt das ehemalige Vereingebäude des Sportclubs Lauterach. Es bietet Platz für die Einrichtung einer interessanten Ausstellung zu den Themen Wasser als Lebensraum und Fischerei. Das Informationszentrum wird zudem Ausgangspunkt zu vielfältigen Wanderungen in die unmittelbare Umgebung sein.
Die Gemeinde Lauterach mit den Teilorten Neuburg, Talheim und Reichenstein mit Laufenmühle hat 620 Einwohner. Lauterach liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, wo die Große Lauter in die Donau mündet. Es bieten sich für Erholungssuchende und Wanderer viele Möglichkeiten in idyllischer Landschaft. Gute Rad- und Wanderwege im Großen Lautertal und Umgebung in herrlicher Naturlandschaft bieten ein “Natur pur Erlebnis”. Das Wolfstal ist nicht nur aufgrund seiner Märzenbecherblüte weithin bekannt.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Wasser, Wasser als Lebensraum, Fischerei
Pfullingen mit seinen knapp 18.000 Einwohnern liegt im Echaztal am Fuße der Schwäbischen Alb. Die Stadt ist über 1000 Jahre alt, die Innenstadt mit ihren historischen Rathäusern und dem Marktplatz, der Klosterkirche, der Martinskirche, dem Schloss und dem Kulturdenkmal Pfullinger Hallen können diese lange Zeit teilweise bezeugen. Die Innenstadt ist im übrigen mit vielen ersten Bundes- und Landespreisen ausgezeichnet worden, ein Besuch ist also absolut empfehlenswert. Pfullingen ist ebenfalls bedeutender Wirtschaftsstandort und kann hier auf eine lange Tradition zurückblicken.
Auch die Umgebung Pfullingens lädt zum Verweilen ein. Viele schöne Wanderwege, u.a. auch zum Pfullinger Wahrzeichen, dem „Schönbergturm“, sind bestens ausgeschildert und machen die Gemarkung zu einem Erlebnis für Wandern und Freizeit. Pfullingen ist somit ebenso Ausgangspunkt für zahllose Aktivitäten in das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Stadtentwicklung, Stadtsanierung, Städtebau
Schelklingen hat heute 7.200 Einwohner und besitzt seit dem Jahre 1234 das Marktrecht. Die Grafen von Berg haben zu diesem Zeitpunkt den Handel und das Handwerk begründet, ein freies Bürgertum geschaffen und damit dem kleinen Gemeinwesen einen mächtigen Aufschwung verschafft. Die Stadt liegt im weiten Talgrund der Ach, am Rand der Schwäbischen Alb.
Kulturell hat die Stadt Schelklingen einiges zu bieten, z.B. den Schlossturm oder den Hohlen Felsen sowie das Museum für Naturkunde und Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Das reichhaltige Veranstaltungsangebot während des ganzen Jahres geben einen runden Abschluss. Als Ausgangspunkt für Unternehmungen auf die Schwäbische Alb oder in das nahe gelegene Ulm bietet Schelklingen beste Voraussetzungen.
Für das Informationszentrum Schelklingen wird aktuell noch nach einem geeigneten Standort gesucht.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Rohstoffabbau, Nachfolgenutzungen von Steinbrüchen
Der Metzinger Ortsteil Glems, eingebettet in den Streuobstgürtel Ermstal, liegt in idyllischer ländlicher Lage am Albtrauf. Die alte Kelter im Ortsbereich wurde zum 750 jährigen Bestehen des Teilorts von der Stadt Metzingen und einem Förderverein mit finanzieller Unterstützung des Förderprogramms „REGIONEN AKTIV“ restauriert und reaktiviert. Das mächtige historische, ortsbildprägende Gebäude, ist mit einem modernen Museumskonzept in ein aktives, lebendiges Museum umgestaltet worden. Neben der Vermittlung historischer und fachlicher Inhalte rund um den Obstbau wird auch das handwerkliche Verfahren des Mostereibetriebes „hautnah erlebbar“. Die museale Dauerausstellung zu den verschiedensten Themen des Obstbaus und der Kelterei, Wechselausstellungen mit aktuellen Themen sowie Vortrags-, Informations- und Beratungsangebote mit Verkostungs- und Einkaufsmöglichkeit für lokale Produkte aus der Landwirtschaft runden das Gesamtangebot ab.
Eine weitere Anlaufstelle für Informationen zum Biosphärengebiet wird auf dem Lindenplatz inmitten der Metzinger Innenstadt eingerichtet. Zudem lädt das Metzinger Weinbaumuseum zum Verweilen ein.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Streuobst, Streuobstverwertung, Streuobstwiesen, Weinbau, Kelterei
Der Bahnhof in Münsingen beherbergt das regionale Informationszentrum „Münsinger Bahnhof – Zentrum für Natur, Umwelt und Tourismus“ mit der Dauerausstellung „Reiseziel Natur“. Die interaktive Ausstellung informiert über die Lebensräume der Schwäbischen Alb und des Albvorlandes. Jeder Lebensraum wird mittels (Reise-)Plakat, Comic für Kinder und einer Installation präsentiert. Sie setzt sich in einem Bistroraum fort. Dort wurden vier Lebensräume exemplarisch ausgewählt, um die Thematik des Kulturlandschaftserhalts durch regionale land- und forstwirtschaftliche Produkte darzustellen. Durch eine dazugehörige Küche besteht im Bistro die Möglichkeit den Besuchern frisch zubereitete regionale Speisen anzubieten.
Hauptziele der Einrichtung bestehen in der Information über generelle und regionsspezifische ökologische Zusammenhänge sowie über die Gefährdung und Schützbedürftigkeit der heimischen Lebensräume. Sie bestehen in der Werbung für die Region und ihr Angebot für Erholungssuchende, in der Vermarktung regionaler Produkte sowie in der Stärkung und Darstellung des laufenden regionalen Entwicklungsprozesses.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Nachhaltiger Tourismus, Regionalentwicklung, Regionale Produkte, ÖPNV, Nachhaltige Mobilität
Auf der Albhochfläche im Landkreis Esslingen liegt das Natursc hutzzentrum Schopfloch. Es versteht sich als regionale Einrichtung der Umweltbildung im Nordteil des zukünftigen Biosphärengebietes sowie als Informations- und Begegnungsstätte. Ziel der breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit ist es, die Bevölkerung über die Situation von Natur und Landschaft auf der Schwäbischen Alb zu informieren und für die Belange des Naturschutzes zu sensibilisieren. Ein vielseitiges Veranstaltungsangebot (bis zu 250 pro Jahr) an naturkundlichen Führungen, Vorträgen, Tagungen, Fortbildungen, Ausstellungen etc. soll dazu beitragen, die Natur näher kennen zu lernen. Eine Dauerausstellung im Naturschutzzentrum vermittelt dem Besucher einen Überblick über Landschaften und Lebensräume der Schwäbischen Alb.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Naturschutz, Ökologie, Landschaftspflege
Das Peterstor liegt am berühmten Barockmünster Zwiefalten. Neben der Möglichkeit zur Information finden Sie im „Lädele“ ein vielfältiges Sortiment, welches über das gewöhnliche Souvenirangebot hinausgeht: Regionale landwirtschaftliche Produkte, Handwerkserzeugnisse aus der Münsterklinik, Albwacholderprodukte sowie Bücher und Landkarten zur Region.
Für Naturinteressierte ist Zwiefalten der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung der vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft des Biosphärengebiets Schwäbische Alb: zu Fuß, per Rad oder zu Pferde.
Die Einrichtung der Peterstorinfostelle steht im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung eines naturnahen Tourismus im Landkreis Reutlingen. Als PLENUM-Projekt steht die Verknüpfung des Tourismus mit dem Naturschutz, der Land- und Forstwirtschaft sowie der Gastronomie im Vordergrund.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Geschichte, (sakrale) Baugeschichte, Religion
Die Schertelshöhle liegt 3,5 Kilometer außerhalb von Westerheim auf der Schwäbischen Alb in einem herrlichen Wald- und Wandergebiet. Hinweisschilder führen Sie von Westerheim direkt zur Höhle. Die insgesamt 212 Meter lange Tropfsteinhöhle mit ihren zwei Gängen zeigt märchenhaft prächtige Tropfsteine und Sinterbildungen. Beim Höhleneingang führt das "Kuhloch" 24 Meter tief hinab. Durch diesen Schacht musste man sich einst abseilen, um in die Höhle zu kommen. Inzwischen ist der Zugang bequemer.
Die Höhle wurde erstmals im Jahre 1820 "befahren" durch den 24 m tiefen Entdeckungstrichter, das Kuhloch wurde im Jahre 1830/31 durch einen künstlichen Eingangstollen für die Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Das Informationszentrum soll im nebenliegenden Rasthaus untergebracht werden.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Geologie, Höhlen
Das Umweltbildungszentrum Listhof liegt am Stadtrand von Reutlingen. Als multifunktionale Bildungseinrichtung greift es Themen aus den Bereichen Naturschutz, Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Stadtökologie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gesunde Ernährung auf. Bei Veranstaltungen mit Kindern / Jugendlichen steht das Naturerlebnis und die handlungsorientierte Umweltbildung (learning by doing) im Vordergrund.
Neben Gruppenübernachtungs- und Seminarräumen besitzt das Umweltbildungszentrum einen Werkraum, einen Laborraum und eine Lehrküche. Im Außenbereich befinden sich Lehrbiotope, Spiel- und Erlebnisbereiche (Naturerlebnisgarten, Niederseilparcours), Tierbereiche und ein Zeltplatz. Bildungsveranstaltungen werden meist im nahegelegenen Naturschutzgebiet Listhof durchgeführt.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Biodiversität, Stadtökologie, Erneuerbare Energien, Nachwachsende Rohstoffe, Ökologisches Bauen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Das Waldschulheim Indelhausen wurde von der Land esforstverwaltung Baden-Württemberg 1977 eingerichtet. Als Umweltbildungseinrichtung beherbergt das Waldschulheim jährlich über 1200 Schüler aller Schularten zu Schullandheim-Aufenthalten. Dabei steht die Vermittlung von Einblicken in die Waldfunktionen u.a. durch praktische Mithilfe im Forstbetrieb im Vordergrund. Durch praktisches Erleben und Lernen wird Verständnis für die Bedeutung des Waldes und ein Problembewusstsein für die Umwelt aufgebaut und vertieft.
Außer den Waldarbeiten und waldpädagogischen Programmpunkten gibt es für die Freizeitgestaltung zahlreiche Projektangebote mit Spiel, Spaß und Sport. Attraktive Ausflüge in die Umgebung können in den Aufenthalt mit eingebettet werden.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Wald, Forstwirtschaft
Die Stadt Hayingen, der Förderkre is Wimsener Mühle, sowie weitere Vereine bemühen sich seit 1997 die Wimsener Mühle zu restaurieren und in eine Nutzung zu bringen. Mit erheblichen Mittel der Denkmalpflege, der Denkmalstiftung, des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum und REGIONEN AKTIV konnte die Mühle vor dem Verfall bewahrt werden und im Innen- und Außenbereich vollständig saniert werden. Inzwischen liegt auch eine Nutzungskonzeption vor, die in Teilen mit Mitteln des Eigentümers Baron Freiherr von Saint Andre umgesetzt wurde. Die Ausstellungsbereiche „Dokumentation zu den Wimsener Mühlen und ihren Besitzern“ und der Bereich „Dokumentation zur Friedrichshöhle“ wurden umgesetzt. Darüber hinaus finden in der Mühle kulturelle Veranstaltungen statt.
Die Wimsener Mühle ist nur ein Teilbereich des Gesamtareals Wimsen. Die angrenzende Gastwirtschaft wird mit großen Engagement auch im Bereich regionaler Produkte betrieben. Auch die einzige mit dem Boot befahrbare Höhle Mitteleuropas liegt in diesem Bereich.
Biosphärengebiets-Vertiefungsthemen:
Wasserkraft, Wasserbewirtschaftung, Mühlenbewirtschaftung
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