Alle von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservate müssen sich ein so genanntes Rahmenkonzept geben. In diesem wird beschrieben, was im Biosphärengebiet geschehen soll, welche Entwicklungen angestoßen, gefördert und gebündelt werden sollen. Das Konzept wird sowohl festhalten, welches die Ziele für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb in jedem Handlungsfeld sind als auch konkrete Projekte definiert, die in einem bestimmten Zeitrahmen umzusetzen sind um diese Ziele zu erreichen. Das Rahmenkonzept muss spätestens innerhalb von drei Jahren nach der Anerkennung durch die UNESCO vorliegen. Es ist der Handlungsrahmen und die Arbeitsvorgabe für die Biosphärengebietsverwaltung.
Die Aufstellung des Rahmenkonzeptes wird keine verwaltungsinterne Fachplanung werden, sondern sie soll kooperativ und konsensorientiert unter Einbeziehung der Menschen im Gebiet erfolgen. Dabei gilt es, eine gemeinsame Verantwortung für die Region zu entwickeln und den Biosphärenreservatsgedanken in Einklang mit den spezifischen regionalen ökonomischen, kulturellen, sozialen und ökologischen Erfordernissen zu bringen.
Es ist deswegen vorgesehen, zunächst die wesentlichen Daten und Fakten des Raumes sowie bestehende Aktivitäten zu sammeln und im Hinblick auf vorhandene Stärken und Schwächen zu analysieren. In thematisch zusammengefassten Arbeitskreisen können sich Vereine, Verbände, Interessenvertretungen oder auch einzelne aktive Bürgerinnen und Bürger engagieren und gemeinsam überlegen, welche weiteren Entwicklungen wichtig und sinnvoll sind. Dabei wird der Schwerpunkt der Überlegungen bei den Kern- und teilweise auch bei den Pflegezonen sicherlich bei der Erreichung von Naturschutzzielen liegen. Für die Entwicklungszone sind Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen menschlichen Handelns (z. B. Wirtschaft, Handwerk, Tourismus, Dienstleistung, Freizeitnutzung, gemeindliche Entwicklung, Energiegewinnung ...) denkbar.
Im Ergebnis werden mit dem Rahmenkonzept Leitbilder und Ziele für Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen vorliegen und darüber hinaus konkret umzusetzende Projekte und Handlungsvorgaben für die weitere Ausgestaltung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb festgelegt. Damit bietet das Rahmenkonzept die Möglichkeit, über Verwaltungsgrenzen hinweg gemeinsam zukunftsfähige Entwicklungen für die gesamte Fläche des Biosphärengebiets anzustoßen und umzusetzen.
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