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O-Töne aus der Region

Dr. Konstans Wells - Universität Ulm, Projektmanager für das Exploratorium auf der Schwäbischen Alb im Rahmen des Projektes "Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung"

Konstans Wells"Die Nutzung einer Landschaft durch den Menschen bedeutet neben einer Reduktion der lokalen Naturräume gleichzeitig auch die Schaffung einer vielfältigen Kulturlandschaft, die bei entsprechender Bewirtschaftung zu einer Steigerung der Artenvielfalt führen kann. So wird die Schwäbische Alb dem Prädikat eines Biosphärengebietes durch die besondere und nachhaltige Landschaftsnutzung gerecht, die einer Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten Lebensraum in der durch Hecken, Streuobstwiesen oder Schluchten durchsetzten Wiesen- und Waldlandschaft bietet.

Welche Funktionen einzelne Arten in solchen Lebensräumen wahrnehmen und wie sich Veränderungen des Lebensraums auf die Vielfalt der vorkommenden Arten auswirken sind Fragen, wie sie am Institut für Experimentelle Ökologie der Tiere der Universität Ulm bearbeitet werden. Dabei sind die komplexen Wechselwirkungen mit anderen Organismen und dem Ökosystem wie z. B. Räuber-Beute-Beziehungen oder Schädlings-Nützlings-Funktionen für ein Verständnis des Vorkommens einzelner Arten oft unerlässlich.

Gleichzeitig weisen die durch lokaler wirtschaftliche Entwicklung und globalem Wandel verursachten stetigen Veränderungen der modernen Kulturlandschaft darauf hin, das solche Wechselwirkungen nur im Zusammenhang mit der sich dynamisch ändernden Landschaftsnutzung verstanden werden können. Hier liegt eine wesentliche Herausforderung, denn ein Verständnis der ökologischen Prozesse ist ein wichtige Voraussetzung, um Problemen wie Klimawandel oder Artenaussterben mit einer umsichtigen Regionalentwicklung entgegenzuwirken.

Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben „Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Artenvielfalt in Hinblick auf ihr Vorkommen und deren Funktion im Zusammenhang mit der Landschaftsnutzung zu untersuchen. Dem Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb ist zu wünschen, dass sämtliche der laufenden integrativen Ansätze und Bemühungen den einzigartigen Lebens-, Natur- und Kulturraum beispielhaft und langfristig erhalten und nachhaltig weiterentwickeln." 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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