Auf rund 450 Quadratmeter können Gäste und Bewohner mehr über das einzige Biosphärengebiet in Baden-Württemberg erfahren. Wie groß ist es? Was sind die Besonderheiten? Wieso hat es die UNESCO als besonderes Gebiet ausgezeichnet?
Sie lernen die Menschen aus dem Biosphärengebiet kennen, dürfen einen Blick in deren Arbeit werfen und an ihrer Passion zu besonderen Tieren, Landschaftsräumen und Pflanzen teilhaben. Und wer hören möchte, was richtige "Älbler" über die Menschen aus dem Albvorland sagen, nimmt einfach an unserem "Stammtisch" Platz.
Zahlreiche Filmbeiträge und O-Töne lassen bestimmt keine Langeweile aufkommen. Und wer zwischendurch eine Verschnaufspause benötigt, der sei herzlich eingeladen sich gemütlich ins Laub zu kuscheln und dem Rotmilan bei seinem Flug über die Buchenwälder zu beobachten.
Die Ausstellung wurde konzipiert durch die Agentur Impuls-Design.
Verschaffen Sie sich anhand des begehbaren Luftbild einen Überblick über das gesamte Biosphärengebiet. Schauen Sie auf zahlreiche sattgrüne Buchenwälder, den von oben beeindruckend wirkenden Tälern oder auf die Dörfer und Städte in der Kulisse.
Auf innovative Art können Sie sich hier das Netzwerk der 15 Informations-Zentren des Biosphärengebiets mit seinen Alleinstellungsmerkmalen ergründen. Die überdimensional wirkende Stecknadeln, sogenannte „Pins“, die auf ein messerscharfes Luftbild am Boden gesteckt sind, zeigen auf interaktive Weise die Besonderheiten der Zentren. Jedes dieser Zentren zeichnet sich durch ein für die jeweilige Region typisches Thema aus, das vor Ort erlebbar wird. An den Tafeln rund um die Pins erfahren Sie anhand eines Zeitstrahls detaillierte Informationen und Wissenswertes über geschichtliche Epochen im Biosphärengebiet.
Ein Gelände auf dem die Zeit stehen blieb - der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen. Keine kleine Land-Parzellierung, sondern weiche Formen und Formationen zeichnen das Gebiet aus. Bei den Überlegungen zur Einrichtung eines Biosphärengebiets kam im Jahr 2006 dem Truppenübungsplatz eine zentrale Bedeutung zu: Dieser großflächige, unzerschnittene Ausschnitt der Alblandschaft mit seiner Weidenutzung auf den weiten Offenlandflächen schließt an die Jahrhunderte alte Tradition des Münsinger Hardts an. Vielfach haben sich vor- und frühgeschichtliche Bodendenkmäler erhalten, darunter mit dem Dorf Gruorn eine Dorfwüstung des 20. Jahrhunderts, die mit der mittelalterlichen Stephanuskirche zudem ein bemerkenswertes Baudenkmal aufweist. All diese Besonderheiten können Sie in der Ausstellung erkunden.
Der Wald, den wir wie selbstverständlich durchschreiten, wird hier zu einer ganz besonderen Erfahrung. Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb nimmt die Bewaldung 37 Prozent der gesamten Fläche ein. Das UNESCO-Alleinstellungsmerkmal sind die Hang- und Schluchtwälder, die eine für diese Gegend einzigartige Baumarten-Kombination hervorbringt. Durch die ausgesprochen feuchten Talsockel und die steilen Kalksteinhänge haben Bergahorn, Ulme, Linde und Esche die ansonsten vorherrschende Buche verdrängt.
In diesem Erlebnis-Exponat erfahren Sie etwas über die für uns Menschen so wichtigen Funktionen des Waldes, seine Geschichten, seine besonderen Orte und seine in ihm arbeitenden Menschen.Ein Landschaftsmodell des Biosphärengebiets erlaubt tiefe Eindrücke der historischen Entwicklungender Landschaft des Biosphärengebiets.
Eine Landschaft lebt durch die Menschen, die sie nutzen, schätzen und respektieren. „Treten Sie in Kontakt“ mit Einheimischen, die ihre Sicht auf den Erhalt sinnvoller Traditionen und innovativer Nutzung des Landes aufzeigen. Lassen Sie sich von einer Landschaftsführerin das Thema Streuobst, die Nutzung der Früchte und den Erhalt interessanter Lebensräume näherbringen. Schneckenzucht für die Haute Cuisine sind hier ebenso Thema wie Albgetreide, Viehzucht und die Herstellung von Hausgemachtem.
In den letzten Jahren sind zahlreiche Produkte neu entdeckt und Vermarktungsinitiativen entstanden: Albbüffel, Alb-Leisa, Amaranth, etc. Diese können Sie in der Ausstellung kennenlernen und im regionalen Shop gleich mit nach Hause nehmen.
Die Schwäbische Alb wurde im Jahr 2002 als nationaler GeoPark ausgezeichnet und besitzt seit 2004 auch die Anerkennung als Europäischer und Globaler GeoPark unter der Schirmherrschaft der UNESCO.
Geoparks sind großräumige Landschaften, die besondere naturräumliche und geologische Verhältnisse aufweisen und die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Region einsetzen. Erleben Sie Erdgeschichte live im Geopark Schwäbische Alb! Er bietet mit einmaligen Fossilienausgrabungen, fossilen Meeresriffen aus dem Jurameer, Vulkankratern und Meteoriteneinschlägen, Höhlen, Karstquellen und charakteristischen Landschaftsformen spannende Einblicke in die Erdgeschichte.
Doch dieser GeoPark zeigt nicht nur die Geologie! Archäologische Funde, wie die bisher ältesten bekannten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschen aus der Steinzeit, keltische Schmuckstücke oder Burgen und Schlösser jüngerer Zeiten, sind Zeugen einer langen Geschichte des Menschen
auf der Alb.
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