Hier finden Sie Neuigkeiten und Aktuelles aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Dabei sind die Nachrichten nachstehend nach Erscheinungsdatum aufgelistet.

Zahlreiche spannende Exkursionen und Veranstaltungen unserer Biosphärengebiets-Partner, Aktionen im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb sowie bunte und vielfältige Messen und Märkte, bei denen auch das Biosphärengebiet zu Gast ist, finden Sie in unserer Terminübersicht 2018.

Veranstaltungen des Junior Ranger-Programms finden Sie in der Rubrik Junior Ranger, jeweils in den einzelnen Stufen untergliedert.

 


 Hochgehberge Urkunden

Die ersten sechs Wanderwege der »hochgehberge« konnten jetzt bei Neuffen, Beuren, Münsingen und Gomadingen als Premiumwander- und Premiumspazierwanderwege zertifiziert werden. Im Rahmen der Kooperationssitzung aller Projektpartner der »hochgehberge« am 13. November 2018 in Gomadingen wurden die Zertifikate an die Kommunen übergeben. Kriterien für eine Auszeichnung als Premiumwander- und Premiumspazierwanderweg sind u. a. eine naturnahe Wegeführung mit einem sehr geringen Anteil asphaltierter Strecken, ein abwechslungsreiches Landschaftsbild und eine ausreichende Beschilderung und Markierung, die das Wandern ohne Karte ermöglicht. So führen die sechs Touren auf naturbelassenen Wegen durch das UNESCO zertifizierte Biosphärengebiet Schwäbische Alb und tragen die vielversprechenden Namen »hochgehkeltert«, »hochgehfestigt«, »hochgehgrenzt«, »hochgehbürzelt«, »hochgehhütet«, und »hochgehsprudelt«. Eine Infobroschüre mit Wegebeschreibungen wird auf der Messe Familie und Heim vom 17. bis 25. November 2018 auf dem Stuttgarter Messegelände am Stand der »hochgehberge« erstmals präsentiert und kann auf der Homepage www.hochgehberge.de heruntergeladen werden. Später werden die Broschüren auch zur Mitnahme in den Infozentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb sowie den Rathäusern und Tourist Informationen ausgelegt und können über die Geschäftsstelle hochgehberge im Landratsamt Esslingen bezogen werden; Kontakt iDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Öffentliche Exkursion zur Vorstellung des Projekts: „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ am 16. Juli 2018 an der Tonhalde in Münsingen-Buttenhausen.

Die Wacholderheiden prägen den Charakter der Schwäbischen Alb und stellen eines der Alleinstellungsmerkmale des Biosphärengebiets aus bundesweiter Sicht dar. Die sehr artenreichen und landschaftlich reizvollen Lebensräume sind durch jahrhundertelange Beweidung entstanden. Durch den starken Rückgang der Schafhaltung in den letzten Jahrzehnten verbuschen jedoch viele Wacholderheiden oder haben sich bereits zu Wald entwickelt.

Daher liegen die heute noch vorhandenen Wacholderheiden vielfach isoliert voneinander, was den Austausch von Tier- und Pflanzenarten erschwert oder sogar verhindert. Dieser Austausch ist aber beispielsweise für den Erhalt der charakteristischen Schmetterlinge und Heuschrecken dringend erforderlich.

Mit der Aufwertung und Vergrößerung der Wacholderheiden und der Schaffung eines Netzes von kleinen „Trittstein“-Biotopen kann der Austausch von Individuen verbessert werden – man spricht hier von Biotopverbund.

Das Projekt „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ hat das Ziel, im Raum Münsingen den Zustand der Wacholderheiden und den Biotopverbund zu verbessern. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 288.000 Euro im Zeitraum 2017 bis 2020. Projektträger ist die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets.

Bei einer öffentlichen Exkursion an der Buttenhausener Tonhalde am Montag, 16. Juli 2018, 18.00 – 20.30 Uhr werden die Ziele des Projekts, sowie bereits umgesetzte und weiter geplante Biotoppflege-Maßnahmen vorgestellt. Treffpunkt für alle Interessierte ist der Parkplatz am südlichen Ortsausgang von Buttenhausen (in Fahrtrichtung Hundersingen rechts abbiegen).

Weiteres Infos: Exkursion Biotopverbund Münsingen-Buttenhausen am 16.07.18

Gemeinsam mit den Stadtwerken Nürtingen wurde ein Kooperationsprojekt gestartet. Die Stadtwerke Nürtingen bieten ab April 2018 unter der Marke „Bienenstrom“ ein Ökostromprodukt mit einer Spende von einem Cent pro verbrauchter kWh am Markt an. Die erzielten Einnahmen fließen dann in, gemeinsam mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb ausgewählte Projekte, die die biologische Vielfalt mit dem Fokus auf Bienen, Wildbienen und blühendem Lebensraum unterstützen. In einem ersten Schritt sollen Maisflächen, die für die Energieerzeugung in Biogasanlagen angebaut werden, in Flächen mit artenreichen Blühmischungen für Biogasanlagen umgewandelt werden. Im Bereich der Biomassekulturen bietet der Anbau der mehrjährigen Blühmischungen (BG 70, Saaten-Zeller) klare Vorteile ggü. den gängigen Reinkulturen wie Mais, Gerste etc. hinsichtlich der vorkommenden Pflanzenarten und deren Nahrungs- und Habitatfunktion aber auch der Umweltwirkungen wie Pestizidverzicht, Erosionsschutz etc. Demgegenüber stehen Ertragseinbußen hinsichtlich der erzielbaren Gasmengen, die im Projekt zu großen Teilen kompensiert werden können.

Neun Landwirte bzw. agrarwirtschaftliche Unternehmen bringen im April/Mai 2018 die Pflanzenmischungen aus und schaffen damit auf einer Gesamtfläche von ca. 13 ha im Biosphärengebiet oder in seinen angrenzenden Bereichen zusätzliche Blühflächen. Die Finanzierung der Projektkosten erfolgt durch den bundesweiten Verkauf von Bienenstrom.

Die Idee und das Konzept zum Bienenstrom entstanden in enger Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Nürtingen und der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Weitere Informationen unter www.bienenstrom.de 

2. Agrobiodiversitätskongress und Landesbiologentag der Umweltakademie und des VBIO e.V.

21. Oktober 2017, Universität Hohenheim, Euroforum

Agrarflächen unterliegen einem starken Zugriffsdruck. Die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung muss daher gesichert werden. Über den Anbau von Lebensmitteln hinaus werden Energiepflanzen und Flächen für weitere bioökonomische Produkte benötigt. Hinzu kommt ein kontinuierlicher Flächenfraß durch die Infrastruktur wie Siedlungen, Gewerbe und Verkehr. Damit einhergehend verursacht die Intensivierung der Produktion auf Agrarflächen weltweite Erosionsschäden sowie Kontaminationen von Böden und Grundwasser. Die Folgen: Dramatischer Schwund der Agrobiodiversität und Verluste von Ökosystemdienstleistungen mit fatale Auswirkungen.

Die Schäferei steht heute im Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlichem Wettbewerb und Landschaftspflege. Aber auch die zunehmende Intensivierung, Technisierung und Bürokratisierung der Landwirtschaft wirkt sich auf die Schafhaltung aus. Vom 17. bis 19. Oktober 2017 findet die erste internationale Schäfertagung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb statt. Sie bietet Schafhaltern ein Forum zum Austausch über Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.