Ein Themenbereich, den der Listhof als Informationszentrum im Biosphärengebiet abdecken wird, ist die Biologische Vielfalt. Mit dem geplanten Projekt möchte der Listhof diesem Thema Raum geben und die faszinierende Welt der heimischen und regional vorkommenden Insekten (Schmetterlinge, Ameisen, Heuschrecken etc.) und anderer Kleinlebewesen (vom Einzeller über Schnecken und Krebstiere hin zu Nagern) dem Besucher näher bringen. In Deutschland ist kein solches Haus bekannt (lediglich Schmetterlingshäuser mit insbesondere tropischen Arten wie z.B. in der Wilhelma in Stuttgart), so dass es sich auch um ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal handeln würde.

Inhalt einer Machbarkeitsstudie ist die Auswahl geeigneter Tierarten (im Hinblick auf Haltung, Futterbedarf, etc.), die Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Entnahme von Eiern, Fang, Nachzucht, Gehegegrößen, etc.), die Überprüfung verschiedener Ausbaustufen und die Suche nach geeigneten Sponsoren oder Stiftungen im Falle einer Umsetzung. Die didaktischen Möglichkeiten der Arbeit mit diesen Tieren in der Bildungsarbeit, die Verknüpfung mit Projekten im Außenbereich (z.B. Erhaltungsmaßnahmen für den Alpenbock und den Hirschkäfer) sowie darauf basierend die Kalkulation der baulichen Maßnahmen und die Prüfung der Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb sind ebenso Teil der Studie. Planung und Umsetzung sollen im Falle einer Machbarkeit sehr eng mit Wissenschaftlern und Fachleuten diverser Hochschulen, Behörden und Einrichtungen (z.B. Wilhelma Stuttgart) erfolgen.

Testweise sollen bereits 2010 einige Arten gehalten werden und die Integration des Themas in die Bildungsarbeit erprobt werden. Hierzu ist bereits eine Investition in Terrarien und Käfigen notwendig, die später weiterverwendet werden können.

Die Studie soll von der Diplom-Biologin Ilona Schrimpf erstellt werden, die auch für das Einholen zusätzlichen Sachverstands zuständig sein wird.


Trägerverein Umweltbildungszentrum Listhof e.V.
Friedrich-List-Hof 1
72770 Reutlingen