Seit zwei Jahren widmet sich der Lokale Agenda 21-Prozess der Stadt Ehingen intensiv dem Biosphärengebiet. Mehrere Arbeitskreise tagen regelmäßig zu unterschiedlichen Themen wie z.B. „Streuobst“ oder „Tourismus“.

Nach umfangreichen Vorarbeiten und intensiver Ideensammlung in den Biosphärengebiets-Gemeinden Erbstetten, Mundingen, Altsteußlingen, Granheim, Dächingen und Frankenhofen möchte die Lokale Agenda 21 einen „Besinnungsweg“ zur Bündelung der Aktivitäten planen. Der Besinnungsweg soll auf verschiedenen Abschnitten Natur, Kunst, Religion, Ethik und Philosophie zum Nachdenken, „Entschleunigen“ und Fragen Stellen anregen. Geplant sind beispielsweise ein „Barfußpfad“, „Waldklangspiele“ etc.. Dächingen als ehemaliger Wallfahrtsort und als Standort des zukünftigen Informationszentrums „Ehinger Alb“ soll den Mittelpunkt um den neuen Weg bilden.

Der neue, ca. 80 Kilometer lange Weg soll für Wanderer und Radfahrer sein und auch dem Nachhaltigkeitsgedanken des Lokalen Agenda 21-Prozesses und des Biosphärengebiets Rechnung tragen. Die Ziele im Einzelnen:

  • Bündelung der Ideen und Aktivitäten rund um das zukünftige Informationszentrum „Ehinger Alb“ in Dächingen.
  • Schaffung einer neuen, nachhaltigen touristischen Erlebnismarke (Qualitätswanderweg).
  • Schaffung eines attraktiven Angebots für die heimische Bevölkerung.
  • Schaffung von Synergieeffekten für die Wirtschaft (Produktvermarktung in Gastronomie, Landwirtschaft, Handel und Handwerk), Tourismus und Naturschutz.
  • Anbindung an die Standorte der Klöster Obermarchtal und Zwiefalten sowie Barrierefreiheit.

Darüber hinaus soll der Besinnungsweg einerseits als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“, andererseits durch das Biosphärengebiet zertifiziert werden und damit eine Vorreiterrolle im Biosphärengebiet mit einnehmen. Die Kriterien bei „Wanderbares Deutschland“ schreiben beispielsweise den Verlauf von Wegen in der Kulturlandschaft oder die prozentualen Anteile von Bodenbelägen vor. Beispiele für Qualitätswege sind der Donauberglandweg (LK Tuttlingen), der Seensteig (Baiersbronn) oder der Donau-Zolleralb-Weg (LK Sigmaringen). Demnächst soll der Hauptwanderweg 1 des Schwäbischen Albvereins ebenfalls zertifiziert werden. Die Biosphärengebiets-Zusatzkriterien sollen modellhaft entwickelt werden. Sie können Kriterien enthalten wie beispielsweise Anbindung Direktvermarkter und regionale Gastronomie, Informationen zu Naturschutz, Naturschutzmaßnahmen entlang der Wege etc..

In einem ersten Schritt soll eine Gesamtkonzeption erstellt werden.

Ein attraktives Projekt, das die Aktivitäten der Lokalen Agenda 21 in Ehingen bündelt und eine nachhaltige, touristische Erlebnismarke für das Biosphärengebiet in Aussicht stellt.