Die Gemeinde Beuren ist als staatlich anerkannter Erholungsort inklusive Heilquellen-Kurbetrieb sowie über 700.000 Besuchern des Thermalbades und des Freilichtmuseums einer der wichtigsten Anziehungspunkte für Gäste im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Darüber hinaus stellt der Ortskern mit 70 denkmalgeschützten Häusern und 30 Objekten „landschaftlicher Eigenart“ (ortstypische Einzelpflanzen, Bauerngärten, Weinstöcke an altem Wengerthaus, efeuberankte Hinterhöfe etc.) eine Besonderheit in Württemberg dar.

Ein Mangel besteht momentan in der Gemeinde darin, die zahlreichen Besucher zu informieren und gezielt zu lenken. Gerade eine Verbindung zwischen den am Ortsrand liegenden Attraktionen, wie der Therme und dem Freilichtmuseum, mit der denkmalgeschützten Ortsmitte sollte verbessert werden.

Die ersten Überlegungen sehen vor, vier zentrale Treffpunkte für Besucher zu schaffen, die durch einen „Orts- oder Gebäudepfad“ miteinander verbunden werden. Einzelne Treffpunkte und zugehörige Themen sind:

  • Treffpunkt Natur: Biosphärengebiet, Kulturlandschaft, Netzwerk Informationszentren, nachhaltige touristische Angebote
  • Treffpunkt Therme: Wasser, Wellness, Quellen, sportliche Angebote
  • Treffpunkt Museum: Historische Kulturlandschaft, Streuobst, Weinberge etc.
  • Treffpunkt Ortsmitte: Historische Bausubstanz, Geschichte, Ortsentwicklung etc.

Der geplante „Orts- oder Gebäudepfad“ soll zudem die denkmalgeschützten Gebäude sowie die Objekte „landschaftlicher Eigenart“ darstellen und auch über Schutz und Erhalt dieser informieren. Darüber hinaus sollen Vermarkter regionaler Produkte in den Pfad integriert werden.

Für die angedachten Maßnahmen ist eine planerische Konzeption notwendig. Diese soll vom Institut für Angewandte Forschung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (Prof. Reidl) erstellt werden.

Ein attraktives Projekt mit positiven Auswirkungen in den Handlungsfeldern nachhaltiger Tourismus, Vermarktung regionaler Produkte und Bewahrung des historisch-kulturellen Erbes.