Im vergangenen Jahr wurde ein Konzept zur Optimierung der Besucherlenkung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen durch das Institut für Landschaftspflege und Naturschutz (ILN) aus Bühl erstellt. Das Konzept hat zum Ziel, die Besucher des ehemaligen Truppenübungsplatzes gezielt über wichtige Schwerpunkthemen zu informieren. Ferner sollen die Besucher durch gezielte Anreize motiviert werden, die Wege nicht zu verlassen. Dazu wurden mehrere so genannte „Besucher-Leuchttürme“ benannt. Zwei davon möchte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in einem ersten Schritt umsetzen.

  • Maschinenhaus: im ehemaligen Maschinenhaus kann eindrucksvoll nachvollzogen werden wie der Übungsbetrieb auf dem ehemaligen Militärgelände durchgeführt wurde. Die Seilzuganlage zum Bedienen beweglicher Ziele ist einschließlich Antriebsmotor noch gut erhalten. Es ist geplant, an Sonn- und Feiertagen Schauvorführungen zu organisieren und im Innenraum an den freien Wänden eine Fotodokumentation zu installieren. Der Zugang zum Maschinenhaus wird durch einen 150 Meter langen Schotterweg erfolgen. Dieser wird entmunitioniert und neu aufgeschottert. Der Weg wird für die Öffentlichkeit nur im Rahmen von Führungen beispielsweise durch die Truppenübungsplatz-Guides zugänglich sein. Die Vorführungen im Maschinenhaus werden ehemaligen Mitarbeiter der Bundeswehr und des Bundesforstes an den Wochenenden übernehmen.
  • Kalkofen: der ehemalige Kalkofen soll durch einen 45 Meter langen Weg an das bestehende Wegenetz angeschlossen und durch eine Infotafel in seiner früheren Funktion der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Weg wird eine Breite von 1.50 Meter haben. Eine Restaurierung ist mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes für die nähere Zukunft geplant.

In einem ersten Schritt sollen für die beiden Attraktionen Fein- und Ausführungsplanungen (Texte, Bilder für Tafeln etc.) erstellt sowie die Zugänge (Wegeschotterung) hergestellt werden. Für das Maschinenhaus wird die Restaurierung einer Tür notwendig.

Die Standorte beider Erlebnisplattformen wurden naturschutzfachlich geprüft. Die Zugänge werden nach Munitionsresten abgesucht und gesichert. Eine Änderung der Rechtsverordnung zum ehemaligen Truppenübungsplatz ist nicht notwendig. Eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Reutlingen sowie mit dem Denkmalschutz ist erfolgt.

Ein wichtiges Projekt, dass zu einer verbesserten Besucherlenkung und Attraktivierung des ehemaligen Truppenübungsplatzes beiträgt.