Die Streuobstbestände zwischen Albtrauf und Neckartal bilden einer der größten zusammenhängende Streuobstlandschaften Europas. Dieses touristische Potenzial soll durch die Errichtung einer „Themenstraße“ besser genutzt werden. Ziel ist es, ein touristisches Leitprojekt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zum Thema Streuobst zu etablieren. Vorbild ist das „Mostviertel“ in Österreich. Es soll keine Themenstraße in klassischem Sinne ausgewiesen werden (z.B. Deutsche Fachwerkstraße), sondern eine „Obststraße“ mit Erlebnisangeboten verschiedenster Art.

In einem ersten Schritt soll eine Machbarkeitsstudie prüfen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Idee umsetzbar ist. Die Studie soll folgende Aspekte beinhalten:

  • Grundlegende Potenzialanalyse unter Berücksichtigung von bestehenden touristischen Angeboten, Gastronomie, Hotellerie, Regionalvermarkter etc.
  • Möglichkeiten „neuer“ Angebote auch im Bildungsbereich
  • Marketingkonzept
  • Finanzierungs- und Organisationsplanung

In einem ersten Schritt soll die „Obststraße“ in den Landkreisen Esslingen und Reutlingen geplant und in einem späteren Schritt auf den gesamten Albtrauf ausgedehnt werden. In der ersten Runde wird die Planung in 20 Gemeinden erfolgen: Bissingen/ Teck, Beuren, Dettingen/ Teck, Erkenbrechtsweiler, Owen, Kohlberg, Lenningen, Neidlingen, Neuffen, Weilheim/ Teck, Kirchheim/ Teck, Nürtingen, Bad Urach, Dettingen/ Erms, Eningen unter Achalm, Lichtenstein, Metzingen, Münsingen (Stadtteile Rietheim, Dottingen sowie Gruorn), Pfullingen und Reutlingen. Die Gemeinden außerhalb des Biosphärengebiets im Bereich des Landkreises Esslingen wurden aus fachlichen Gründen (Bahnanschlüsse, Hotellerie, Streuobstbestände) integriert.

Die Erarbeitung der Studie soll gemeinsam mit den Kommunen, Verbänden und Akteuren vor Ort erfolgen. Zu diesem Zweck sollen zahlreiche Workshops vor Ort stattfinden. Zu den Anfangs-, Zwischen- und Abschlussworkshops werden auch jeweils 2 Vertreter der Landkreise Göppingen, Tübingen und Zollern-Alb eingeladen, um eine spätere Ausdehnung auf den gesamten Albtrauf inhaltlich vorzubereiten.

Im Verlaufe des Projektes soll zusätzlich Mitte Juli 2010 eine zweitägige Ausfahrt in das „Mostviertel“ nach Österreich stattfinden. Die Teilnehmerzahl soll bei max. 40 Personen liegen. Teilnehmen können alle interessierten Akteure. Die Ausfahrt soll nochmals konkrete Einblicke in das Tagesgeschäft eines solchen touristischen Angebotes geben.

Es ist geplant, zur Erstellung der Studie die österreichische Firma Kohl&Partner aus Villach zu beauftragen. Der zuständige Mitarbeiter der Außenstelle Stuttgart, Herr Seiz aus Waldstetten (Ostalbkreis) ist Touristiker und betreibt gleichzeitig eine eigene Lohnmosterei. Die Fa. Kohl&Partner hat sich bei der Ausschreibung gegen vier weitere Firmen durchgesetzt.


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