Das Haupt- und Landgestüt Marbach mit seinen Gestütshöfen in Marbach, Offenhausen und St. Johann liegt auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, inmitten des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Mit fast 500 Jahren ist es das älteste staatliche Gestüt Deutschlands und zugleich der größte Aus-bildungsbetrieb für Pferdewirte in Deutschland. Das Haupt- und Landgestüt Marbach ist mit jährlich bis zu 500.000 Besuchern (alle Gestütshöfe) und dem Biosphärengebiets-Informationszentrum ein wichtiger Partner des Biosphärengebiets.

2013 wurde im Auftrag des Museumsvereins Klosterkirche Offenhausen e.V., der sich seit vielen Jahrzehnten für das Haupt- und Landgestüt Marbach engagiert, mit Unterstützung des Biosphärengebiets und Mythos Schwäbische Alb und unter Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden, Tourismus- und weiteren Akteuren eine Konzeption für einen Gestütsradweg erstellt.

Der ausgearbeitete Gestütsradweg soll dazu dienen, das materielle und immaterielle Kulturgut des äl-testen staatlichen Gestüts in Deutschland den Besuchern näher zu bringen und die Themen Natur, Pferd und Kultur zu vernetzen. Er verbindet in einer attraktiven Fahrradroute alle zum Haupt- und Landgestüt Marbach gehörenden Gestütshöfe und Vorwerke und ist am Stück oder in Teilabschnitten befahrbar. Der Weg spricht insbesondere aktive Familien mit Kindern und kulturinteressierte „Best-Ager“ an, aber auch E-Bike-Fahrer werden berücksichtigt. Durch Übersichts- und Thementafeln gibt er Informationen zu wichtigen Gestütsthemen und anderen Besonderheiten entlang des Weges. Der Gestütsweg wird mit bestehenden Radwegen im Landkreis Reutlingen vernetzt, die Einbindung des ÖPNV und der regionalen Gastronomie/regionalen Produkten wird gewährleistet. Der Naturschutz wird durch die Kommunikation von Naturschutzthemen (z.B. Information zu „Flora und Fauna auf Pferdeweiden“) und die Anlage von Altgrasstreifen gefördert. Die Standorte der Tafeln werden naturschutzfachlich geprüft, und alle notwendigen Bewilligungen eingeholt.

Die Umsetzung des Gestütsradwegs soll im Jahr 2014 mithilfe eines Förderantrags beim Biosphärengebiet erfolgen. Die Projektleitung liegt beim Haupt- und Landgestüt Marbach. Dabei soll der Weg teilweise bereits bis zum 500-jährigen Gestütsjubiläum im Mai 2014 beschildert und mit Übersichts- und Thementafeln versehen werden. Dem liegt eine enge Abstimmung mit der laufenden FGSV-Radwegebeschilderung des Landkreises Reutlingen zugrunde. Gleichzeitig sollen die Grundlagen für die Kommunikation und Vermarktung des Gestütsweges geschaffen werden. Die notwendigen Ab-stimmungen mit Forst und Naturschutz wurden im Rahmen der Konzeptentwicklung geprüft und werden im Rahmen der Umsetzung berücksichtigt.

Gemeinde Gomadingen federführend für die Kommunen Gomadingen, St. Johann, Eningen unter Achalm und Bad Urach
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