Auf der Gemarkung der Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben befindet sich das größte keltische Oppidum Mitteleuropas – der sogenannte „Heidengraben“. Im Jahr 2008 wurde durch den PLENUM-Beirat die Erstellung einer Machbarkeits- und Potenzialstudie zu diesem einzigartigen historischen Kulturgut mit 9.345 Euro gefördert.

Die Erkenntnisse der Studie zeigten damals die herausragenden Potenziale des Heidengrabens für die nachhaltige Regionalentwicklung im Biosphärengebiet. Eines der wichtigsten Ergebnisse war der Vorschlag, eine zentrale Anlaufstelle für Besucher des Heidengrabens zu errichten. Dort ist vorgesehen, die Besucher über historische, naturkundliche und kulturelle Gegebenheiten zu informieren. Zur Umsetzung dieses neuen „HeidengrabenCentrums“ ist jetzt ein detaillierteres Konzept notwendig.

Das Konzept soll die Arbeitsgrundlage für die Abstimmung mit allen Verfahrensbeteiligten und als erster Schritt zur Akquise von weiteren Fördermitteln dienen. Zentraler Baustein des Konzepts ist eine Nutzung im Bereich des Burrenhof-Areals an zentraler Schnittsstelle der drei Gemarkungen. Darüber hinaus sollen die inhaltliche Ausrichtung und die Einbindung der drei Gemeinden über „thematische Satelliten“ dargestellt und die Potenziale einer solchen Umsetzung untersucht werden. Als Satellit kommt das Keltenmuseum in Grabenstetten, das rekonstruierte Zangentor bei Erkenbrechtsweiler und in Hülben ein Standort mit dem Thema der neueren Kulturgeschichte „Pietismus, Siedlungs- und Natur- sowie Landschaftsgeschichte“ in Frage. Zur Darstellung der Themenbereiche in den einzelnen Gemeinden wäre auch denkbar, dass vorhandene und zukünftige Leerstände genutzt und reaktiviert werden. Zusätzlich verfügen die Gemeinden im Biosphärengebiet über eine Vielzahl von keltischen Spuren, auf die im HeidengrabenCentrum verwiesen werden kann.

Im Konzept sollen auch Eigentumsverhältnisse, Kaufoptionen, Gebäudesubstanz etc. geprüft werden. Darüber hinaus wird eine intensive Abstimmung mit der Bevölkerung erfolgen.

Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten, Hülben