Der Heidengraben ist das größte keltische Oppidum auf dem europäischen Festland. Noch heute sind die Wehranlagen dieser spätkeltischen Siedlung, die um 100 vor Christus bestand, zu großen Teilen als eindrucksvolle Denkmale im Gelände erhalten. Zahlreiche neue Untersuchungen und eine stattliche Zahl an Funden zeigen sowohl die ältere, früheisenzeitliche Nekropole beim Burrenhof wie auch das Oppidum selbst in neuem Licht. Offenbar kam dem Heidengraben in spätkeltischer Zeit eine zentrale Funktion für das Neckarland und die Schwäbische Alb zu. Der Heidengraben ist heute ein Teil des von der UNESCO anerkannten Biosphärengebiets der Schwäbischen Alb. Mit der im Führer wiedergegebenen Beschreibung der Befestigungen und weiterer Sehenswürdigkeiten kann man das Kulturdenkmal und diesen Teil des Biosphärenreservats auf einem archäologischen Lehrpfad erwandern.

1982 erschien in dritter, verbesserter und ergänzter Auflage der archäologische Führer zum Heidengraben: F. Fischer, Der Heidengraben bei Grabenstetten. Führer zu archäologischen Denkmälern in Baden-Württemberg 2, Stuttgart 1982. Dieser ist vergriffen.

Inzwischen erfolgten sowohl am Heidengraben als auch in dem Grabhügelfeld am Burrenhof und auf der Bassgeige weitere Ausgrabungen, die neue Erkenntnisse ergeben haben, zudem ist dieser Führer aus heutiger Sicht sehr wissenschaftlich und wenig anschaulich geschrieben. Aus diesem Grund wurde es nötig ein neues Buch auf den Markt zu bringen. Da Buch „Der Heidengraben - Ein keltisches Oppidum auf der Schwäbischen Alb“ erschien 2013 und ist im Buchhandel erhältlich.

Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V.
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