Der Höhlenverein e.V. Westerheim betreut seit den 1970er Jahren die Schertelshöhle. Mit hohem eh-renamtlichem Engagement schaffen es die Vereinsmitglieder, jedes Jahr rund 11.000 Besucherinnen und Besucher der Höhle mit ihren Führungen zu begeistern. Schulklassenbesuche, Betriebsausflüge oder auch fachliche Exkursionen gehören zum regelmäßigen Repertoire.  Aufgaben des Vereins sind zudem der Unterhalt und der Schutz der Höhle, Heimatpflege und Landschaftsschutz sowie die touristische Unterstützung der Region. Der Verein betreibt ebenfalls das an der Höhle gelegene Rasthaus, die Verpflegung der Gäste ist somit gewährleistet und sogar eine einfache Gruppenunterkunft kann gestellt werden.

Die Schertelshöhle ist seit mehreren Jahren auch Informationszentrum und zertifizierter Partner des Biosphärengebiets. Inhalte des Großschutzgebiets werden von den Höhlenführerinnen und Höhlenfüh-rern sehr gut vermittelt, eine interessante Ausstellung im Außengelände bereichert das Angebot zusätzlich. Als Informationszentrum des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb besitzt die Schertelshöhle ein weiteres Prädikat.

Nach mehreren umfangreichen Investitionen, die durch den Verein auch mit großer finanzieller Unterstützung der Gemeinde Westerheim geschultert werden konnten (z.B. barrierefreier Zugang zum Rasthaus und zur Höhle, Schaffung umfangreicher Sitzgelegenheiten, Bau einer neuen Abwasserversorgung, Einrichtung einer Gruppenunterkunft) ist es nun an der Zeit, die veraltete Beleuchtung der Höhle zu erneuern und auf den neuesten energetischen Stand zu bringen.  Es wird beabsichtigt, die Beleuchtung auf LED-Lichttechnik umzustellen. Folgende Vorteile ergeben sich:

  • Durch die neuen Lampen können bis zu 60% der Energiekosten eingespart werden.
  • LED Licht verhindert das Wachstum so genannter Lampenflora (Algen, Moose, Farne, teilweise Blütenpflanzen). Die Lampenflora verändert das natürliche Erscheinungsbild einer Höhle, Besucherinnen und Besucher bekommen einen falschen Eindruck vom Innern der Erde. Zudem werden durch die Lampenflora schwache Säuren ausgeschieden, die den Kalkstein angreifen und zerstören können.
  • Für die Höhlenfauna, insbesondere für Fledermäuse, ergibt sich durch eine warmweiße Beleuchtung ein verträglicheres Lichtspektrum. 
  • Durch eine akzentuiertere Ausleuchtung der Höhle können Führungen sehr viel interessanter gestaltet werden.

Der Höhlenverein beantragt neue Leuchten und Beleuchtungsmittel sowie deren Einbau. Bei der Verkabelung möchte man zudem die Infrastruktur für eine spätere Audiobeschallung vorsehen. Der Verein hat wie viele andere Organisationen auch Nachwuchsprobleme im Bereich der Höhlenführungen. Zukünftig kann es notwendig werden, dass Touren eigenständig von den Gästen unternommen werden müssen und die Informationen zur Höhle durch ein fest installiertes Audiosystem vermittelt werden.

Die Beleuchtung wird mit Herrn Dr. Alfred Nagel als ausgesprochenen Naturschutzexperten (Schwerpunkt Fledermausschutz) an Vor-Ort-Terminen mit den ausführenden Firmen und dem Höhlenverein abgestimmt. Herr Dr. Nagel wird hierzu ein Gutachten erstellen, das auch der Unteren Naturschutzbehörde des Alb-Donau-Kreises zukommen wird. Das Gutachten ist nicht Teil der Förderung.

Ein Treffen mit der Energieeffizienzregion Biosphärengebiet, Herr Gienandt, hat im Vorfeld stattgefunden. Mögliche Förderungen durch andere Töpfe ergaben sich leider nicht.

Höhlenverein e.V. Westerheim
Postfach 1105
72589 Westerheim