Seit 2001 verarbeitet der Betrieb „Lichtensteiner Wildfrüchte“ von Gudrun Voelkel verschiedenste Wildfrüchte zu Saft und Fruchtaufstrichen und bietet diese im Handel zum Verkauf an. Im Jahr 2017 ist der Betrieb nach Münsingen-Bremelau umgezogen und hat dort in eigene Verarbeitungs- und Vermarktungsräume investiert.

Durch den Um- und Ausbau der neuen Verarbeitungsräume und durch die derzeitig hohen Herstellungskosten für Produkte aus heimischen (Wild-)Früchten, ist die Investition in eine neue Entstein- und Passier-Maschine wichtig. Des Weiteren entsprechen die bisherigen Maschinen und die Verarbeitung der Früchte nicht mehr den qualitativen sowie quantitativen Anforderungen eines kleinen, dynamischen und wachsenden Unternehmens.

Zum Schwerpunkt der Verarbeitung gehören die Früchte von Schlehe, Holunder, Kornelkirsche und Eberesche. Die meisten Wildfrüchte besitzen einen relativ großen Kern, der Fruchtanteil ist entsprechend geringer. Aus diesem Grund soll durch die neue Maschine und die damit einhergehende maschinelle Entfernung des Kerns die Ausbeute maximiert und die Qualität durch den (optimierten) Passiervorgang erhöht werden. So können feinere Fruchtmuse produziert werden. Am Ende der Verarbeitung könnten so neue regionale Produkte wie z.B. verschiedene Fruchtsoßen stehen.

Das Unternehmen ist heute schon über die Grenzen des Biosphärengebiets hinaus bekannt und repräsentiert durch seine speziellen und regionaltypischen Produkte in besonderer Weise das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Über die Vermarktungsplattform VIVASPHERA werden die Produkte sogar deutschlandweit angeboten.

Durch die Anschaffung einer solchen Maschine kann die Nutzung von Wildgehölzen unterstützt und ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Erhalt der Lebensräume geleistet werden.

Ein schriftlicher Antrag für einen Sammelgenehmigung wurde Anfang Januar bei der UNB Reutlingen gestellt.

Lichtensteiner Wildfrüchte
Ehinger Straße 50
72525 Münsingen-Bremelau