Das Projekt „Kirchen im Biosphärengebiet – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ mit zweijähriger Laufzeit wurde im Oktober 2018 beendet und hat aufgrund seiner erfolgreichen Umsetzung die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhalten.

Die im Rahmen des Pilotprojektes gewonnenen Erkenntnisse und Umsetzungen aus der Arbeit mit den Modellkirchengemeinden sollen in diesem Folgeprojekt in die inhaltliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen. Aufgrund der Erfahrungen aus den Pilotgemeinden wird die inhaltliche Arbeit und praktische Umsetzung der Maßnahmen auf die Zielgruppen Konfirmand*innen, Ministrant*innen, kirchliche Kindergärten-/tagesstätten fokussiert, um Theorie und Praxis im Rahmen der Unterrichtseinheiten zu verbinden. Der Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt und damit Gottes Schöpfung soll für die Kinder und Jugendlichen im doppelten Wortsinn greifbar gemacht werden. Daher soll es ein Angebot von sechs Aktionstagen geben, bei denen die Kirchengemeinden die für das Projekt zuständige Mitarbeiterin z. B. für einen Konfitag zum Schwerpunktthema „Schöpfung“ buchen können, um das nötige theoretische und praktische Rüstzeug für die Umsetzung von Maßnahmen zu erhalten, welche die biologische Vielfalt fördern. Es wird angestrebt, Konfirmand*innengruppen zusammenzuführen, wie z. B. im Falle der „Kirchengemeinden am Albtrauf“. Dasselbe gilt für die Ministrant*innengruppen der katholischen Kirchengemeinden.

Außerdem sollen die im Pilotprojekt durchgeführten Maßnahmen weiteren Kirchengemeinden im Biosphärengebiet als Anschauungsbeispiele präsentiert werden. Hierfür eignen sich nichtöffentliche Termine mit Vertreterinnen und Vertretern der umliegenden Kirchengemeinden. Diese Treffen, die in zwei der Modellkirchengemeinden auf den im Projekt „Kirchen im Biosphärengebiet“ umgestalteten Flächen durchgeführt werden sollen, nützen diesen für einen Erfahrungsaustausch rund um die Entwicklung ihrer umgestalteten Flächen. Ebenso dienen sie dazu, weitere Kirchengemeinden zu motivieren, selbst für den Erhalt der biologischen Vielfalt aktiv zu werden.

Zusätzlich sollen bei Bedarf einige wenige pädagogische Materialien, fokussiert auf die Zielgruppe Kinder/Jugendliche und das Thema „Erhalt der Schöpfung“ erstellt werden, um die Zusammenhänge z. B. zwischen Tieren und fehlenden Quartieren oder Fehlen von Blüten und Wildbienen etc. anschaulich darzustellen bzw. für die Konfirmand*innenarbeit oder Ministrant*innenarbeit in allen Kirchengemeinden zur Verfügung zu stellen, damit das Thema nach Projektablauf in der kirchlichen Arbeit weiterbearbeitet werden kann.

Über die Veröffentlichung der pädagogischen Materialien hinaus wird die parallel erfolgende Öffentlichkeitsarbeit (Internet, Flyer, Social Media) des NABU-Landesverbands über das Biosphärengebiet hinaus Impulse setzen.

NABU-Landesverband Baden-Württemberg
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