Zahlreiche unentdeckte Elemente der Vergangenheit sind noch in der Kulturlandschaft des Biosphärengebiets Schwäbische Alb zu finden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Landnutzungen wie beispielsweise frühere Wege, Brunnen, Steinbrüche, Siedlungen, Ackerterrassen etc.

Diese Elemente sind für die historische Analyse der Landschaft des Biosphärengebiets Schwäbische Alb von großer Bedeutung und hohem Interesse. Zudem können sie für touristische und heimatkundliche Zwecke hervorragend genutzt werden. Sie erlauben unter anderem einen Blick darauf, wie frühere Generationen in der Region gewirtschaftet haben, welche kulturellen Bräuche sie hatten und wie ihr Alltagsleben aussah.

2017 bis 2020 wurden von der Universität Tübingen, Institut für Geographie, Methoden der Erfassung von historischen Kulturlandschaftselementen eruiert und getestet. Modell- und Referenzkommunen waren Eningen unter Achalm, das Naturschutzgebiet Listhof (Stadt Reutlingen) sowie die Stadt Pfullingen.

In einem nächsten Schritt soll nun ein Antrag auf Drittmittelförderung über einen noch zu ermittelnden Fördertopf (Stiftung Naturschutzfond, Deutsche Bundesstiftung Umwelt etc.) erstellt werden, um den historischen Landnutzungswandel flächendeckend im gesamten Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu untersuchen.

Ziel des Projektes ist die Gewinnung von fundierten Daten und Informationen zu historischen Landnutzungen und zum Landschaftswandel im gesamten Biosphärengebiet Schwäbische Alb in einem Zeitraum von mehr als 200 Jahren. 

Eine spätere didaktische Verwendung der Ergebnisse wird ebenfalls angestrebt, um diese z.B. für die Landschaftsführer*innen zur Verwendung bei ihren Führungen zugänglich zu machen.

Geplante Bestandteile des Antrags:

  • Erarbeiten einer Grundkonzeption (Methodik)
  • Erheben benötigter Datengrundlagen
  • Berechnen benötigter Drittmittel (Arbeitszeit/Sachkosten)
  • Überprüfung Grundkonzeption (extern)
  • Erstellen und Durchführen eines Vortrages für Fördermittelgeber
    Präsentation für interne und externe Information
  • Sachkosten (Fahrtkosten, Kopien etc.)

Der Drittmittelantrag wird vom Geographischen Institut der Universität Tübingen unter maßgeblicher Unterstützung des Büros Südwest von Dr. Christoph Morrissey erstellt.

Universität Tübingen (Geographisches Institut)