In Bissingen-Teck/Ortsteil Ochsenwang liegt der ehemalige Unternehmensstandort der Firma „Clauss Markisen“. Die Nachfolge durch ein größeres Wirtschafts-/Industrieunternehmen auf dem Areal erweist sich als Herausforderung. Daher haben sich Gespräche zwischen der Gemeinde, der Behindertenförderung Linsenhofen e.V., dem Eigentümer sowie der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb ergeben, in denen erste Ideen entwickelt wurden, um das Areal mit einer neuen Nutzung in die Zukunft zu führen.

Hier könnte ein weiteres „Erlebniszentrum“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb entstehen und somit sozial, kulturell, gastronomisch, landschaftlich, integrativ und sportlich ein Begegnungsort für Menschen etabliert werden.

Es gibt hierzu erste grundlegende Gedanken, die nun in einer Potential-/Machbarkeitsstudie weiter konkretisiert werden sollen. Die Studie soll insbesondere wirtschaftliche, soziale und inklusive Strukturen beleuchten. Grundsätzlich soll eine Zusammenführung von unterschiedlichen Ziel-, Interessen- und Nutzergruppen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb stattfinden und eine Verbindung von nachhaltigem Tourismus und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigungen erfolgen.

Folgende konkrete Ideen werden geprüft:

  • Initiierung von Projekten in und mit der Natur, z.B. Pflegeaktionen, Kinderführungen, Menschen mit Behinderung als Expert*innen in eigener Sache, Kunstprojekte; die Natur soll als Lebensraum mit ihren vielen Facetten erlebbar gemacht werden,
  • Natur und Lebewesen mit allen Sinnen erfahren (Sinnes-Spazierwege, Wanderungen),
  • kulturelle Aktionen in und um die Natur,
  • gastronomische Erschließung mit Produkten aus dem Biosphärengebiet (Bistro/ Kiosk/ Café, Laden mit reg. Produkten etc.),
  • Möglichkeit der Vorbereitung und Distribution von reg./Biolebensmitteln der Schwäbischen Alb für die weitere Verarbeitung z.B. in Kantinen und Mensen, ggf. als Baustein für die neue Biomusterregion,
  • Wandermuseum: der Schwäbische Albverein (SAV) hat großes Potenzial an Museumsinhalten, derzeit aber keinen Platz diese auszustellen, deswegen böte das Areal die Möglichkeit für ein Wander-Museum mit Ausstellungfläche, denkbar auch mit dem zusätzlichen Verkauf von Wanderprodukten, da das Themenfeld „Wandern/ Outdoor-Artikel“ momentan boomt
  • Unterkünfte/ Übernachtungsmöglichkeiten/ Tiny Häuser oder als ganz neue Entwicklung: Indoor-Camping in Themen-Wohnwägen

Eine Vernetzung mit verschiedenen und thematisch naheliegenden Partnern ist vorgesehen, um keine Konkurrenzsituation entstehen zu lassen, sondern vielmehr um Synergien zu nutzen und sich gegenseitig zu ergänzen. Hierzu zählen u.a. die umliegende Landwirtschaft (Ziegelhütte, Landwirte vor Ort), das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, das Freilichtmuseum Beuren, das Naherholungsgebiet Pfulb, die Gemeinde Bissingen/Teck, das Landratsamt Esslingen (Sozialplanung und Amt für Bauen und Naturschutz), das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Kunstschaffende sowie die Behinderteneinrichtung Linsenhofen e.V.

Behindertenförderung Linsenhofen e.V.