Mit einer innovativen Methode, die auf einem partizipativen Ansatz beruht, wird durch das Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart eine flächendeckende Bewertung der Qualität des Landschaftsbilds erarbeitet.

Flächendeckende Bewertung des LandDabei werden zunächst Foto-Aufnahmen typischer Landschaftsausschnitte des Biosphärengebiets von einer Vielzahl an Menschen hinsichtlich Schönheit, Vielfalt und Eigenart bewertet. Dann wird der jeweils sichtbare Raumausschnitt in ein Geographisches Informationssystem (GIS) übertragen. Dies ermöglicht die Analyse des Vorkommens einer Vielzahl an Variablen wie Reliefenergie, Waldrandlänge, Gewässervorkommen, Kulturdenkmäler aber auch Gewerbegebiete, verschiedene Straßenkategorien oder Hochspannungsleitungen in diesem Raumausschnitt. Mit statistischen Verfahren werden die Variablen ermittelt, welche die durchschnittliche Bewertung des jeweiligen Fotos bzw. Raumausschnitts durch die Befragten am besten erklären können. Aus dieser Variablenkombination kann eine „Modell“ der Qualität des Landschaftsbilds errechnet werden, das dann flächendeckend im Biosphärengebiet umgesetzt werden kann.

Ziel der Untersuchung ist eine flächendeckende Karte mit einer Grundbewertung der Landschaftsbildqualität im Biosphärengebiet. Die Bewertung soll bei der Abwägung im Rahmen von Planungen berücksichtigt werden. Dem Schutzgut Landschaftsbild kommt gerade in Biosphärenreservaten, die u.a. dem Schutz der durch traditionelle Nutzungen geprägten, charakteristischen Kulturlandschaften dienen, eine hohe Bedeutung zu.

Abschlußbericht des Forschungsprojekts "Analyse der Störungsempfindlichkeit des Landschaftsbildes im Biosphärengebiet Schwäbische Alb"