UNESCO-Biosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung. Die UNESCO sieht vor, dass über ein Monitoring mittel- bis langfristig untersucht wird, in wie weit sich die Gebiete tatsächlich gemäß den selbst gesteckten Zielen entwickeln.

Hierfür ist zunächst zu klären was unter „nachhaltiger Entwicklung“ verstanden wird und über welche messbaren Indikatoren die Entwicklung dokumentiert werden kann. Hierfür hat das Bundesamt für Naturschutz ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Anwendbarkeit des integrativen Monitoringprogramms für Großschutzgebiete“ beauftragt, bei dem das Biosphärengebiet als eines von vier Testgebieten bundesweit mitwirkt.

Das Projekt hat zum Ziel, eine turnusmäßige Erhebung der vorgeschlagenen Indikatoren in den Nationalparken und Biosphärenreservaten zu etablieren. Im Ergebnis kann so ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt werden, der den jeweiligen Status in den Großschutzgebieten abbildet. Die potentiellen Adressaten der Berichterstattung sind Funktionsträger (Politik, Wirtschaft und Verwaltung), Multiplikatoren (Medienvertreter), soziale Gruppen (Anwohner), die allgemeine Öffentlichkeit und andere Stakeholder (Naturschutzverbände).

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird 2019, zehn Jahre nach der Anerkennung, von der UNESCO evaluiert. Hierfür wird eine möglichst fundierte Darstellung der Entwicklung in diesem Zeitraum erfordert, die auf Basis des Monitoringkonzepts erarbeitet werden kann.