Nach den offiziellen Kriterien für die Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten der UNESCO in Deutschland gilt das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens als Leitgedanke im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Nachhaltige Nutzungen und eine tragfähige Entwicklung der Region sind demnach zu fördern. Für die Landwirtschaft bedeutet das, dauerhaft umweltgerechte Landnutzungsweisen zu entwickeln. Dabei gilt die Vorgabe der Zonierung des Biosphärengebiets in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone zu beachten. Die landwirtschaftliche Nutzung und Bearbeitung von Flächen sollen demnach in der Entwicklungszone, welche mehr als 50% der Gesamtfläche eines Biosphärenreservates einnehmen muss, stattfinden. Dort liegen das größte Potenzial und die Forderung, die Kulturlandschaft als eine Quelle regional erzeugter, nachhaltiger Produkte zu nutzen und weiterzuentwickeln. Die Pflegezonen hingegen stellen extensive Produktionsstandorte dar. Kulturlandschaften mit hohem ökologischem Nutzen und einer hohen Artenvielfalt kennzeichnen diesen Bereich. Beispielhaft hierfür sind die typischen Wacholderheiden der Schwäbischen Alb. Zusammenfassend soll eine stets gut gelingende Mensch-Umwelt-Beziehung im Biosphärengebiet angestrebt werden.

Die ausführlichen Leitbilder, Entwicklungsziele und Leitprojekte des Biosphärengebiets sind in einem Rahmenkonzept verschriftlicht worden.

Weitere Informationen zu UNESCO-Biosphärenreservaten finden Sie unter https://www.unesco.de/kultur-und-natur/biosphaerenreservate