Die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb bietet die Möglichkeit an, nachhaltige Projekte im Bereich Landwirtschaft in der Region aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg zu fördern.

Eine Vielzahl an Projekten konnte bereits mit Hilfe des Förderprogramms verwirklicht werden. Folgende Förderprojekte sind beispielhaft für den Bereich Landwirtschaft und wurden bereits verwirklicht:

Anschaffung einer gemeinsamen Sämaschine mit innovativer Sätechnik (2014)

Zur Erleichterung des Anbaus von ökologischen und ökonomisch wertvollen Kulturpflanzen wie bspw. dem Buchweizen und auch Leindotter, wurde die Anschaffung einer speziellen Sähmaschine mit Doppelsätechnik gefördert. Dabei kann man bis zu drei verschiedene Kulturen gleichzeitig aussähen. Neben der Einsparung von Zeit und Kraftsoff, weniger Überfahrten auf dem Acker ist der ganz wesentliche Vorteil, dass durch die gleichzeitige Aussaat der Kulturen, die Wachstumszeit für die 2. Und 3. Kultur verlängert wird und damit die Erträge sicherer werden. Insgesamt nutzen vier landwirtschaftliche Betriebe diese attraktive Maschine miteinander.

Mostkäse (2016)

Der Demeterbetrieb Ziegelhütte am Nordrand des Biosphärengebiets stellt den sogenannten „Mostkäse“ her – Ein besonders Produkt, das aus der Kombination von Kuhmilch mit Most aus dem Obst von Streuobstwiesen entsteht. Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets leistet finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Geräten und Ausrüstung zur Herstellung des Mostes und letztlich des Mostkäses und fördert somit die Vielfalt regionaler Produkte.

Anschaffung einer Obstwasch- und Mahlanlage (2018)

Um die Qualität von Streuobst und auch der Endprodukte garantieren zu können, wurde Familie Randecker in Dettingen an der Erms mit einer Obstwasch- und Mahlanlage ausgestattet. Erde, Pflanzenreste und Pilzsporen können damit bei einem speziellen Wasch- und Reinigungsvorgang entfernt werden. Somit konnte gleichzeitig in den Erhalt der Streuobstwiesen im Biosphärengebiet und in eine sinnvolle Nutzung der Früchte.

Anschaffung einer Kornbürste (2019)

Die Förderung zur Kornbürste wurde von einem Bio-Betrieb beantragt, der alte und seltene Getreidesorten, wie Dinkel, Emmer und Einkorn anbaut. Diese Getreidesorten sind anfällig gegenüber Getreideschimmel. Um das Getreide unter Biostandards zu behandeln wurde eine Getreidebürste angeschafft, um die Sporenbelastung der Körner rein mechanisch zu reduzieren. Somit wird die biologische Vielfalt, die natürliche Produktion und die sanfte Entwicklung im Biosphärengebiet gestärkt.

Hier gelangen Sie zu einer Übersicht über alle weiteren Projekte, die bereits umgesetzt wurden. Umfangreichere Informationen zu den Förderbedingungen sowie zu den Projektzielen finden Sie hier.