Im Teilprojekt der BruderhausDiakonie Buttenhausen besteht die Zusammenarbeit mit dem kunstassistenz Bereich der Einrichtung. Der Projektschwerpunkt liegt in der "Heilsamen Wirkung der Natur". 

Fotoleiste Bruderhaus blanco

Die Projektgruppe der BruderhausDiakonie setzt sich aus Menschen zusammen, die chronisch psychisch erkrankt sind und eine intensive Unterstützung brauchen, um ihren Alltag zu bewältigen. Bei Vielen ist die Eigenmotivation erloschen und es geht darum, den Antrieb zu wecken und Ängste zu überwinden. Die heilsame Wirkung der Natur soll dabei helfen.

Die Projektteilnehmer wurden eingeladen, in einem begleiteten Prozess Ideen zu entwickeln, die nun in Form von Aktionsterminen umgesetzt werden. So besuchten wir einen Wanderschäfer der Schwäbischen Alb und setzten uns mit dem artenreichen Lebensraum der Wachholderheide auseinander. Wir hörten Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten", strotzen der Kälte und genossen ein Winterpicknick am Wasserrad, lernten Tipps und Tricks zum Fotografieren und gestalteten davon inspiriert eine „Foto Schmuckwerkstatt". In regelmäßigen Kreativwerkstätten gestalteten wir unser persönliches „Naturkraftbuch", denn all das soll uns an grauen Tagen helfen, indem die positiven Naturerlebnisse nachwirken.

Das in der Einrichtung neu entstehende „Living Museum Alb“ inspiriert uns neu und schafft ganz neue Möglichkeiten. So können wir im teilhabenden Prozess das so genannte „Naturatelier" und ergänzend dazu im Garten das "Außenatelier und den Sinnesgarten" entwickeln und konzepieren. Dadurch wird es in Zukunft möglich, ausgehend von einer kleinen Projektgruppe, vielen Menschen der Einrichtung die Natur erfahr- und begreifbar zu machen. Durch das offene Konzept sind auch nicht in der Einrichtung lebende Menschen herzlich willkommen. So kann Natur zum inklusiven Begegnungsraum werden!

BH Foto Schmuckwerkstatt

Im Frühjahr 2020 werden wir von der Corona-Pandemie überrascht. Es gelingt uns jedoch, den Kontakt mit den Teilnehmer*innen aufrecht zu erhalten und sie ein Stück des Weges in der Pandemie zu begleiten. Es wird sehr schnell klar, dass Natur einen sehr wichtigen Beitrag leisten kann, die Menschen in Ihrer überraschenden Isolation zu helfen. Keine Besuche, keine Arbeit, wenig oder gar keine Kontakte und eine völlig veränderte Tagesstruktur. Die Tage werden unheimlich lange und für viele wird diese Zeit zu einer großen Herausforderung. Es gelingt über Postkarten, Telefonate und einfache Aufgabenstellungen, sich an der Natur zu erfreuen und die Menschen raus zu locken. Es zeigt auf, dass Natur und Naturerfahrung einen unheimlich wichtigen Beitrag in solch herausfordernden Zeiten leisten kann und es wichtig ist, die Menschen anzuleiten, sie zu befähigen und Ihnen Mut zuzusprechen, dieses unerschöpfliche Naturspektrum vor Ihrer Haustür zu erkunden.

Mit Eintreten der ersten Pandemie Lockerungen wurden die Intervalle der Aktionstermine verkürzt, indem die Termine mindestens 14-tägig, wenn nicht wöchentlich umgesetzt wurden. Während dieser Zeit der Lockerungen konnten das Naturatelier als auch das Außenatelier & der Sinnesgarten, welches aktuell im Rahmen des „Living Museum Alb“ in der Einrichtung entsteht, vorangetrieben werden.

Im Naturatelier wurde eine Magnetfarbe aufgebraucht und fleißig gestrichen, um in weiterer Folge die Wandkollage des Naturraumes rund um die Einrichtung auf die Wand zu malen. Diese Wand kann nun individuell von den Projektteilnehmern gestaltet werden, indem Naturerfahrungen in Form von Gedichten, Fotos, Kollagen, etc. mit Magneten fixiert und verortet werden können. Zudem konnte es mit Bestimmungs- und Fachliteratur bestückt werden, ein interaktiver Stift als auch Globus hielten Einzug im Naturatelier.

Im Außenatelier konnten Rodungsarbeiten in Kooperation mit der inklusiven Grüngruppe der AiS gGmbH. umgesetzt werden, um die dadurch freigelegten Staudenrabatten naturnah im Frühling bepflanzen zu können. Es freut uns sehr, dass hier innerhalb der sozialen Kooperationspartner tatkräftig zusammengearbeitet wurde. Zudem wurden Hochbeete wieder in Stand gesetzt und mit Kräutern und Heilpflanzen bestückt. Erste Kunstwerke fanden Ihren neuen Platz im Außenraum.

Es freut uns sehr zu sehen, dass der grüne Spirit übergesprungen ist, eine „Grüngruppe“ hat sich gefunden und ist voller Eifer im Einsatz!

 

Sind Sie neugierig geworden und möchten wissen was die Projektteilnehmer/innen als auch die Projektleitung seitens der Einrichtung zu Ihrem Projekt sagen, dann klicken Sie auf die Sprechblase!

 

Stimmen Bruderhaus Bild Klick