Im Teilprojekt des Samariterstift Grafeneck besteht die Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungsbereich. Der Projektschwerpunkt liegt im "Lebenslangen Lernen" hier werden grüne Aspekt im Alltag integriert und gelebt. 

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In diesem Teilprojekt setzt sich die Projektgruppe aus Menschen mit geistig, psychisch und körperlichen Beeinträchtigungen und einer großen Spanne an Fähigkeiten zusammen. Unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ soll grünes Wissen im Alltag der Einrichtung integriert werden. So wird auch hier zur Ideenwerkstatt eingeladen, um Interessen und Ideen der Projektteilnehmer aufzugreifen. Das weckt das Bedürfnis, mehr über Kräuter zu erfahren, die den alltäglichen Herausforderungen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kreislaufschwächen etc. Abhilfe schaffen. So machten wir uns auf den Weg, bestimmten Pflanzen, suchten Heilkräuter und ließen uns selbst gemachte Wildkräuterzubereitungen schmecken und setzen unterschiedliche Öle an, um Cremen daraus zu machen. Wir entdeckten die Natur vor unserer Haustüre mit Ihrem unerschöpflichen Spektrum mit ganz anderen Augen und allen unseren Sinnen.

Mit diesem Erfahrungsschatz entwickeln und gestalten wir nun einen Naturerlebnisgarten in den Außenanlagen der Einrichtung. Unter Einbezug der Projektgruppe soll dieser in einem partizipativen Prozess entwickelt werden, um sich die biologische Vielfalt in den Alltag zu holen. Dies soll auch Menschen mit schwerer wiegenden Beeinträchtigungen und eingeschränkter Mobilität ermöglichen, die Natur zu erleben und zu begreifen. Wir stellen uns der Herausforderung die eigenen Bedürfnisse zu ergründen und zum Ausdruck zu bringen und setzen uns in weiter Folge damit auseinander, was einen Garten ausmacht, der für „ALLE“ ein Ort der Naturerfahrung ist.

Im Frühjahr 2020 werden wir von der Corona-Pandemie überrascht. In der Einrichtung ist es durch die individuellen Alltags-, Wohn- und Arbeitsstrukturen vorerst nicht möglich, mit den Projektteilnehmer*innen weiter zu arbeiten. Es konnten aber Grundlagen geschaffen werden, um die Fläche der Außenanlagen zu überplanen. Hier besteht die besondere Herausforderung darin, das Hanggrundstück für alle Menschen der Einrichtung sicher und barrierefrei zu überplanen.

Zudem hat sich in der Zwischenzeit ein Wechsel vollzogen. Die Projektgruppe setzt sich aus überwiegend neuen Gesichtern zusammen, da die Menschen im Berufsbildungsbereich für maximal 2 Jahre gefördert werden, bevor sie in den Berufsalltag eintreten. So liegt der Fokus im Herbst vor allem darauf, neuen Teilnehmer *innen über das bisherige Projekt zu informieren und die Neugierde für Naturthemen zu wecken und mögliche Themen zu diskutieren. Deshalb hat man sich in Abstimmung aller Beteiligten darauf geeinigt, die Umgestaltung des Außenbereiches zu pausieren. Vor allem, da in Anbetracht der Pandemie in absehbarer Zeit keine teilhabenden Prozesse mehr stattfinden können, die hier so zentral wichtig sind. Um die Menschen dennoch zu erreichen wird versucht, die Aktionstermine alternativ zu gestalten. So konnte mit der Projektgruppe das Thema Vögel fokussiert und konzeptionell ausgearbeitet werden. Ziel ist es, durch die Vogelbeobachtung an unterschiedlichen Standorten, Anreize zu schaffen, sich in der Natur aufzuhalten und so über diverse Naturthemen und –erfahrungen einen hohen individuelleren Mehrwert zu schaffen.

 

Sind Sie neugierig geworden und möchten wissen was die Projektteilnehmer/innen als auch die Projektleitung seitens der Einrichtung zu Ihrem Projekt sagen, dann klicken Sie auf die Sprechblase!

 

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