UNESCO-Anerkennung für weitere zehn Jahre

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurde erneut ausgezeichnet

Am 14. September 2021 tagte das für die Evaluierung zuständige internationale UNESCO-Gremium, das die wertvolle UNESCO-Auszeichnung für Biosphärenreservate vergibt.

Die Bewertung des Biosphärengebiets durch die UNESCO fiel durchweg positiv aus. Daher darf sich unser Großschutzgebiet nun offiziell auch für die kommenden zehn Jahre „UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb“ nennen. Mit der Erneuerung der Auszeichnung ging zudem ein Lob seitens der UNESCO einher. So wird das Biosphärengebiet Schwäbische Alb als besonders modellhaft unter den Biosphärenreservaten weltweit bezeichnet. Herausgehoben wurden die vielen Modellprojekte, die den übergeordneten Ansatz der naturschutzorientierten und nachhaltigen Regionalentwicklung des Biosphärengebiets erfüllen. Beispielhaft wurden die Vielzahl an innovativen regionalen Produkten, die naturschutzorientierte Regionalmarke ALBGEMACHT, die effektive Öffentlichkeitsarbeit, die erfolgreichen Aktivitäten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie weitere Aktivitäten als lobenswert erwähnt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Abgabe des Evaluierungsberichts

 Versand des Evaluationsberichts an das MAB-Nationalkomitee im September 2019

UNESCO-Evaluierung

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurde zehn Jahre alt! Damit rückte es verstärkt in den Fokus der UNESCO – nicht nur zur Gratulation sondern auch zur Evaluation. Alle zehn Jahre sieht die UNESCO gemäß den internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate eine Überprüfung vor.

Im September 2019 wurde der Bericht zur Evaluation des Biosphärengebiets bei der UNESCO eingereicht.
Sie finden den Bericht hier zur Ansicht:

Evaluierungsbericht

Anlagen zum Evaluierungsbericht

Über die Berichtspflicht hinaus wurde die Evaluation von den Akteurinnen und Akteuren im Biosphärengebiet zudem als Bestandsaufnahme und Chance zur weiteren Optimierung verstanden. Das Ziel war eine objektive Evaluierung, in der wesentliche Entwicklungen und Herausforderungen in den vergangenen Jahren, durchgeführte Maßnahmen und Projekte sowie Optimierungspotenziale reflektiert werden. Vertreterinnen und Vertreter der Akteursgruppen kamen zu Wort mittels einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, qualitativer Interviews, Expertenbefragungen, einem Evaluierungsworkshop sowie Erhebungen in den Behörden und Kommunen im Biosphärenreservat. Darüber hinaus wirkten die Gremien des Biosphärenreservats (Lenkungskreis sowie Vorstand, Beirat und Mitgliedsversammlung des Vereins Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V.) an der Überprüfung mit.

Der vorliegende Überprüfungsbericht folgt in Gliederung und Form den Vorgaben der UNESCO und stellt den wesentlichen Bestandteil der Evaluierung dar.
Zusammenfassend zeigt der Bericht eine positive Entwicklung des Biosphärengebiets auf. Positiv bewertet wurden die große Anzahl an erfolgreichen Modellprojekten. So wurden z.B. mit dem Förderprogramm des Biosphärengebiets, der Einführung der naturschutzorientierten Regionalmarke Albgemacht 2018 sowie der Auszeichnung als nachhaltigste Tourismusregion 2017 bundesweit Akzente gesetzt. Der Bericht weist aber auch auf zahlreiche Herausforderungen im Spannungsfeld ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen hin: So muss z.B. die biologische Vielfalt auch in Zukunft verstärkt gefördert und die nachhaltige Mobilität ausgebaut werden.
 
Exkursion mit dem MAB-Komitee
Vorortbegutachtung durch das deutsche MAB-Nationalkomitee im November 2018


Ergänzt wurde die Evaluation durch eine Vorortbegutachtung durch das deutsche MAB-Nationalkomitee im November 2018. Dieses Gremium vertritt das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ auf nationaler Ebene.

Exkursion mit dem MAB-National-Komitee
Vorortbegutachtung durch das deutsche MAB-Nationalkomitee im November 2018