Frisch geerntete Alblinsen, dunkelgrün marmoriert Erleben & Genießen
Alblinse - Dunkelgrüne marmorierte Linse © Lydia Stephan

Alb-Linsen - Winterprodukt des Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Alb-Linse, auch „Alb-Leisa” genannt, ist eines der traditionsreichsten Lebensmittel der Schwäbischen Alb.

Alb-Linsen sind weitaus mehr als nur ein Lebensmittel. Sie sind Kulturgut, Landschaftsgestalter, nachhaltige Proteinquelle und das Produkt des Winters auf der Schwäbischen Alb. Im Biosphärengebiet verbinden sie Geschichte, Genuss und Verantwortung und machen die Region gerade in der stillen Jahreszeit auf besondere Weise erlebbar.

Anbau

Alb-Linsen sind einjährige Hülsenfrüchte, die traditionell in Mischkulturen mit Getreide angebaut werden. Diese Anbauweise ist arbeitsintensiv aber ökologisch wertvoll: neben Linsen wachsen Ackerwildkräuter, die Lebensraum für Insekten und Vögel bieten. Nach der Ernte werden die Linsen sorgfältig gereinigt und dann unter anderem durch die Erzeugergemeinschaft Lauteracher Alb-Feld-Früchte vermarktet. 

Linsenacker

blühender Linsenacker © Lydia Stephan

Linsenpflanze mit Hafer als Stützfrucht

Linsenpflanze mit Hafer als Stützfrucht © Biosphärengebiet

Reife Linse im Fruchtstand

Reife Linse im Fruchtstand © Lydia Stephan

Tütchen mit Alblinsen-Saatgut

Tütchen mit Alblinsen-Saatgut © Lydia Stephan

Fruchtschote der Linse

Fruchtschote der Linse © Lydia Stephan

Nachhaltigkeit

Der Anbau der Alb-Linse war über Jahrhunderte selbstverständlich, verschwand jedoch Mitte des 20. Jahrhunderts fast vollständig. 1985 begann Woldemar Mammel, die Alb-Linse wieder anzubauen. Das Saatgut stammte aus der weltweit größten Pflanzensammlung in St. Petersburg. Heute bauen über 110 Biobauern die Alb-Linsen an und erhalten so regionale Kulturpflanzen und fördern nachhaltige Landwirtschaft.

Die mageren, nährstoffarmen Böden der Schwäbischen Alb sind für viele Pflanzen ungeeignet – für die Alb-Linse jedoch sind sie ideal. Gerade diese Standortbedingungen ermöglichen den Anbau und verleihen der Linse ihren besonderen Charakter. Dennoch bleibt sie eine ertragsunsichere Feldfrucht. Seit der Wiedereinführung wird immer mehr Anbaufläche genutzt und gleichzeitig wächst die Nachfrage.

Als Leguminose kann die Linse Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch verbessert sie auf natürliche Weise die Bodenfruchtbarkeit und leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da kein Kunstdünger benötigt wird. So wird Nachhaltigkeit direkt auf dem Teller sichtbar und erlebbar.

Kulinarik

Die Alb-Linse ist perfekt zum Essen nach Winterwanderungen oder entspannten Tagen in der Natur. Es laden Gasthäuser und Biosphärengastgeber zu wärmenden Linsengerichten ein, vom klassischen „Linsen mit Spätzlen“ bis zu modernen Interpretationen. Wer selbst aktiv werden will kann die Alb-Leisa im Hofladen der Lauteracher Alb-Feld-Früchte oder in anderen Läden  kaufen und die zahlreichen köstlichen Gerichte nachkochen. Weiter unten sind Betriebe aufgeführt, die auf unserer Produkteliste stehen und die Alb-Leisa entweder in einem leckeren Gericht anbieten oder verkaufen. Wer ebenfalls auf der Produkteliste des Biosphärengebiets Schwäbische Alb genannt werden möchte und sich in den Kriterien wiedererkennt, kann sich gerne bei uns melden.
Im Biosphärenzentrum in Münsingen-Auingen können Interessierte noch weitere Informationen finden oder ein Gruppenerlebnis rund um die Alb-Leisa buchen im Rahmen des Bildungsprogramms des Biosphärengebiet Schwäbische Alb. 

Hier geht es zur Buchung: Gruppenangebot des Biosphärengebiets zum Thema Acker

Linsen und Spätzle mit Wiener Würstchen
Linsen und Spätzle mit Saitenwürstchen © Biosphärengebiet
Linsenburger mit Salat und Tomaten
Linsenburger © Arnulf Hettrich

Rezept zum Produkt der Saison

Leckere Alb-Leisa-Burger, um die Landschaft zu genießen! Laden Sie jetzt die Rezeptkarte herunter und erleben Sie, wie die Geschichte der Schwäbischen Alb schmeckt!
Jede Saison legen wir den Fokus auf ein anderes regionales Produkt des Biosphärengebiets. Diese kombinieren Tradition und Innovation und bringen die Kultur der Schwäbischen Alb näher.

Rezeptkarte_Alb-Leisa__Produkt_des_Winters_.pdf PDF, 640.8 KB

Verkaufsstellen

Weitere Verkaufsstellen

im Biosphärengebiet

Marktplatz 11
72532 Gomadingen

www.baeckerei-glocker.de

 

 

Klaus-Freidler-Str. 1
72818 Trochtelfingen

www.alb-gold.de

Lautertalstr. 50
72534 Hayingen-Münzdorf

www.altschulzenhof.de

Unter Lau 3
72587 Römerstein

www.beckabeck.de

 

 

Hofäckerstr. 18
72534 Hayingen-Kochstetten

biohof-gorzelany.de

 

Eichberghof 1
72525 Münsingen

www.eichberghof-alb.de

Uracher Bleiche 1
72574 Bad Urach

0151 44149764

Kirchheimer Str. 81
73277 Owen

www.c-ensinger.de

Münsinger Str. 10-1
72534 Hayingen

07386 395

Am Hochberg 25
89584 Lauterach

lauteracher.de

Mahlweg 8
72805 Lichtenstein

www.lichtensteinmuehle.de

Loretto 2
88529 Zwiefalten

www.lorettozwiefalten.de

Burgstr. 5
72587 Römerstein-Böhringen

www.muehle-roemerstein.de

REWE Weber oHG, Nürtinger Str. 63, 72555 Metzingen

REWE Labinot Asllani oHG, Kleinengstinger Str. 16, 72829 Engstingen

REWE Weber oHG, Gerbestr. 16+18, 72525 Münsingen

REWE Weber oHG, Lichtenstr. 28, 72525 Münsingen

REWE Günter oHG, Hauptstr.35, 70771 Leinfelden-Echterdingen

REWE Center, Ulmer Str. 1, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Ehinger Str. 22
72525 Münsingen-Bremelau

www.demeterhof-schlecker.de

Max-Leuze-Str. 14
73252 Lenningen

Sulzburghof - erleben. genießen. feiern

Kontakt

Jana Koegst

Sustainable Destination Management M.Sc
Tourismus und regionale Produkte

Erreichbarkeit
ganztags:
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  • Do
vormittags:
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