Ein Mann zeigt den Kindern die Getreidesorten Verstehen & Gestalten
Pädagogisches Programm © Arnulf Hettrich

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf

die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Damit sollen nachhaltige Entwicklungsprozesse lokal wie global in Gang gesetzt werden.

Pädagogisches Programm
Pädagogisches Programm © Arnulf Hettrich

Was ist BNE?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) will den Gedanken der Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche bringen, in denen Menschen lernen. Mit der Umsetzung dieses Bildungskonzeptes in Kindergarten und Schule, in Beruf oder Freizeit – auch außerhalb von Klassenzimmern oder Hörsälen entdecken und verstehen Menschen, wie heutiges Handeln Einfluss auf das Leben anderer in allen Regionen der Welt und auf das kommender Generationen hat.

BNE vermittelt ein Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Dabei wird deutlich, dass Wenige nicht auf Kosten Vieler leben können – das ist der Kerngedanke der „Nachhaltigkeit“. Damit dies gelingen kann vermittelt BNE Gestaltungskompetenz.

Mit dieser Kompetenz ist die Fähigkeit gemeint, Wissen über nachhaltige Entwicklung zu haben und es auch anwenden zu können – also zu verstehen, wie Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhängen und darauf nicht nachhaltige Entwicklungen aktiv zu verändern.

BNE ist also kein neues Unterrichtsfach, sondern richtet sich an alle Menschen in allen Lebenslagen.

BNE und die 17 Ziele der Nachhaltigkeit

Die 17 Ziele der Nachhaltigkeit (im Englischen: Sustainable Developement Goals, SDG) wurden im Rahmen der Agenda 2030 formuliert. Sie richten sich an Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Mit diesen 17 globalen Zielen deckt die Agenda 2030 eine Vielzahl von Themen ab. Handlungsfelder sind beispielsweise der verstärkte Einsatz für Frieden und Rechtsstaatlichkeit, die Bekämpfung von Korruption, aber auch Bildung für alle oder der Schutz unseres Klimas und unserer Ressourcen. Und kein Mensch soll mehr unter Hunger leiden müssen.

In der täglichen Arbeit orientiert sich die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb an diesen SDGs.

UNESCO Ziele für nachhaltige Entwicklung
Ein Mann und ein Junge beobachten die Landschaft in einer Modellkugel
Zusammenhänge verstehen © Arnulf Hettrich

BNE als eine Kernaufgabe in Biosphärenreservaten

Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist eine wichtige Aufgabe in UNESCO-Biosphärenreservaten. Sie haben die Aufgabe, BNE zu fordern, zu fördern und umzusetzen. Sie sollen Beispiel dafür geben, wie der Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ressourcen mit einer nachhaltigen Nutzung einhergehen können.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat sich dazu in seinem Rahmenkonzept ein Leitbild und entsprechende Ziele gesetzt. Es lautet: „Nachhaltiges Handeln ist für die Menschen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb selbstverständlich. Umweltfreundliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien, ökologische Bauweisen sowie regionale, ökologische und faire Produkte werden bevorzugt.“

Für die Bildungsarbeit der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb heißt das: Wir glauben, dass eine nachhaltige Entwicklung dann gelingt, wenn man sich mit der Natur bewusst befasst, sie durch ganz persönliche Erlebnisse entdeckt und eine Beziehung zu ihr aufbaut. Das man dann verstehen kann, dass alles miteinander verbunden ist in wechselseitigen Beziehungen. Funktionieren einzelne Bausteine in einem System nicht mehr, kommt es zu Ungleichgewichten. Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets möchte dazu befähigen, hier Verantwortungsbereiche wahrzunehmen und diese möglichst nachhaltig zu gestalten. Unser Motto und Bildungsverständnis ist deshalb „Entdecken - Verstehen - Gestalten“.

Die Bildungsarbeit gestalten wir gemeinsam mit einer Vielzahl von Akteuren aus der Gebietskulisse. Dabei sind bereits zahlreiche Projekte, Angebote und Bildungsnetzwerke entstanden.

Verstehen & Gestalten

Austauschen und Neues lernen

Informieren Sie sich über die Bildungsnetzwerke im Biosphärengebiet – von den Biosphärenkindergärten über die Biosphärenschulen bis hin zu den Junior Rangern.

Icons rund um eine Glühbirne vor einem Wald
Bildungsnetzwerke © Blue Planet Studio – stock.adobe.com
Außenaufnahme des Biosphärenzentrums
Außenaufnahme Biosphärenzentrum © Biosphärengebiet

Fördermöglichkeit für Bildungsprojekte

Haben Sie eine Idee für ein Projekt im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung? Möchten Sie etwas aufbauen oder umsetzen? Das Förderprogramm des Biosphärengebiets Schwäbische Alb bietet die Möglichkeit, Projekte zu unterstützen!

Ansprechpartner*innen

Dr. Carmen Weith

Kulturwissenschaftlerin (Magister)
Leitung Team Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Netzwerk BNE

Erreichbarkeit
ganztags:
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Nora Müller

Diplom-Geographin
Leitung Biosphärenzentrum, Nachhaltiger Tourismus

Erreichbarkeit
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Petra Dippold

Diplom-Betriebswirtin, Nachhaltiges Tourismusmanagement M.A.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Junior Ranger, Biosphärenschulen

Erreichbarkeit
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Jochen Rominger

Sozialpädagoge B.A., Religionspädagoge B.A.
Pädagogische Arbeit Biosphärenzentrum, Veranstaltungsprogramm

Erreichbarkeit
ganztags:
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