Kochen mit Bio-Zutaten aus der Region

Bio-Musterregion sucht neue Betriebe und Einrichtungen für das Projekt „Ausbau der bio-regionalen Außer-Haus-Verpflegung“

Kostenlose Betreuung mit Coaching-Angeboten, Kochworkshops, Exkursionen und individueller Beratung

Die Bio-Musterregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb setzt sich in dem Projekt „Ausbau der bio-regionalen Außer-Haus-Verpflegung“ für einen vermehrten Einsatz regionaler Bio-Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung ein. Ziel ist es, die „Mahlzeit als Chance“ zu verstehen und dadurch einen wertvollen Beitrag zu leisten zur Gesundheitsförderung der Tischgäste, für mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz und für die Entwicklung der Wirtschaft in der Region. 

Gutes und gesundes Essen ist die Voraussetzung für Wohlbefinden, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Das gilt für das Essen zu Hause genauso wie z.B. im Betriebsrestaurant oder in der Schulmensa. Die Bio-Musterregion möchte auf das große Potenzial in Betrieben und Einrichtungen mit Verpflegungsangeboten aufmerksam machen und diesen im Rahmen des Projekts vielfältige Unterstützung auf ihrem individuellen Weg zum Einsatz bio-regionaler Produkte bieten.

Die kulinarische Verpflegung der Tischgäste soll gesund, hochwertig und nachhaltig sein und dazu selbstverständlich auch noch schmecken. Zudem wird ein starker Fokus auch auf die finanzielle Umsetzbarkeit gerichtet. 

Bereits im Jahr 2022 haben sich 20 Pilotbetriebe und -einrichtungen auf den Weg gemacht, nun soll es in eine weitere Runde mit neuen Teilnehmenden gehen.

Betriebe und Einrichtungen mit unterschiedlichster Struktur in den drei zum UNESCO-ausgezeichneten Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehörenden Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen können sich zur Teilnahme am Projekt bewerben. Insbesondere die Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung a) Education (Kitas, Schulen), b) Care (Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Krankenhäuser) sowie c) Betriebs- und Hochschulgastronomie (private und öffentliche Unternehmenskantinen, Catering-Unternehmen, Restaurants) stehen dabei im Fokus.  

Die Betriebe und Einrichtungen erhalten Unterstützung durch Coaching-Angebote mit essenziellen Inhalten für eine individuelle, erfolgreiche Bio-Küche. Dazu zählen Themen wie Speiseplangestaltung, Beschaffung, Kalkulation, Saisonalität, Speisereste, Zertifizierung sowie Verbraucherkommunikation. Ergänzend dazu wird es praktische Kochworkshops mit regionalen Bio-Produkten und Exkursionen zu regionalen Erzeugern und Verarbeitern geben. Ziel des Projekts ist es, die Betriebe und Einrichtungen auf ihrem individuellen Weg zu mehr Bio auf dem Teller zu begleiten und zu unterstützen.

 

Zusätzlich gibt es Unterstützung durch die seit 2022 teilnehmenden Betriebe und Einrichtungen der Bio-Musterregion. So können die neuen Teilnehmenden von den bereits vorhandenen Erfahrungen lernen und von dem aufgebauten Wissen profitieren. Unter anderem stehen folgende Betriebe und Einrichtungen dem Projekt unterstützend zur Seite: KOCHWERK Catering GmbH (ElringKlinger AG), Jugendherberge Bad Urach, Gustav-Heinemann-Schule Münsingen, Seniorenzentrum Blaustein (ADK GmbH), Vinzenz Service GmbH.

Start der Projektphase ist im September 2026, eine gemeinsame Abschlussveranstaltung soll im Oktober 2027 stattfinden. Eine Teilnahme am Projekt ist für die Betriebe und Einrichtungen kostenfrei. Die darin enthaltenen Coaching-Angebote mit Expertinnen und Experten sowie die Kochworkshops werden von der Bio-Musterregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb organisiert. Interessierte Betriebe und Einrichtungen können sich bis zum 15.07.2026 bei der Bio-Musterregion bewerben.

Eine Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben ist bis zum 15.07.2026 möglich an biomusterregion@verein-biosphaerengebiet-alb.de.

Am 08.07.2026 wird eine Informationsveranstaltung für interessierte Betriebe und Einrichtungen angeboten. Dafür ist eine Anmeldung zu richten an: biomusterregion@verein-biosphaerengebiet-alb.de.

Sie finden alle Informationen auch online unter: 

https://biomusterregionen-bw.de/biomusterregionen/Startseite/Bio-Musterregion+Biosphaerengebiet+Schwaebische+Alb

 

Hintergrundinfos zum Thema „Bio“: 

Ökologische Landwirtschaft bedeutet besonders nachhaltiges Wirtschaften mit Respekt vor der Natur und arbeiten für die Natur. Konkret bedeutet dies:

  • Geschlossene Kreisläufe in den Betrieben: Ackerbau und Tierhaltung ergänzen sich
  • Vielfältige Fruchtfolgen halten den Boden gesund
  • Kein Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel
  • Unkraut heißt im Bio-Betrieb „Beikraut“ und wird, wenn notwendig, mechanisch entfernt
  • Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit
  • Förderung der Artenvielfalt
  • Artgerechte Fütterung und Haltung der Tiere
  • So wenig wie möglich Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln