Die Bio-Musterregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat mit dieser Veranstaltung die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch angeboten. Neben Inputs und Einblicken, wie bio-regionale Lebensmittel in der (Groß-) Küche platziert werden können, gab es Erfahrungsberichte aus der Jugendherberge sowie aus der Bio-Verpflegung von Kitas und Schulen. In einem gemeinsamen Workshop zu „Winter-Specials“ wurden kreative, bio-regionale Gerichte entwickelt. Abschließend konnten beim „Markt der Möglichkeiten“, bei dem sich die verschiedenen erzeugenden und verarbeitenden Bio-Betriebe aus der Region mit ihren vielseitigen Produkten präsentierten, direkte Kontakte zwischen der Landwirtschaft und den Küchen geknüpft werden.
Mit einem kurzen Input zum Thema „Die Mahlzeit als Chance nutzen“ führte Julia Renz (Regionalmanagerin Bio-Musterregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb) in die Veranstaltung ein.
Im Anschluss folgte ein Erfahrungsbericht von Cornelia Dreher und Luis Molina (Jugendherberge Bad Urach) über den Einsatz von bio-regionalen Produkten in der Jugendherberge. Die Jugendherberge Bad Urach ist seit 2022 Pilotbetrieb im Projekt „Ausbau der bio-regionalen Außer-Haus-Verpflegung“ der Bio-Musterregion und dazu seit 2025, mit einem Bio-Anteil von 50%, mit dem Bio-Zertifikat in Silber ausgezeichnet.
Auch Christian Tress (Tress Brüder GmbH) berichtete von den Erfahrungen beim Einstieg in die Außer-Haus-Verpflegung in der Region. Seit rund einem Jahr sind die Tress Brüder mit 100% Bio-Catering in der Kita- und Schulverpflegung aktiv. Anschließend folgte, nach einer kurzen inhaltlichen Einführung von Johannes Ell-Schnurr (Alternative Bio), ein interaktiver Workshop, bei dem in vier Gruppen bio-regionale „Winter-Specials-Menüs“ kreiert wurden. Dabei entstanden leckere Gerichte wie beispielsweise ein Kartoffel-Steckrüben-Püree mit Möhren-Pastinaken-Lauch-Gemüse und Quinoa-Bratlingen, ein Linsen-Gemüse-Eintopf, eine Winter-Bowl mit Flädle und verschiedenem Wurzelgemüse, eine Kürbis-Kartoffel-Suppe mit Knoblauchbrot oder ein Chia-Pudding mit karamellisierten Äpfeln.
Zum Abschluss fand ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, bei dem erzeugende und verarbeitende Bio-Betriebe aus der Region ihre vielseitigen Produkte präsentieren konnten und so ein genussvoller Austausch zwischen Erzeugern und Küchen stattfand. Der Austausch unter den verschiedenen Akteuren ist enorm wichtig, um die Bio-Produktvielfalt der Region, aber auch die jeweiligen Gegebenheiten, Möglichkeiten und Herausforderungen zu kennen. Die dritte Vernetzungsveranstaltung war mit rund 40 Teilnehmenden wieder ein voller Erfolg. Die bunt gemischte Gruppe zeigte, welche Produktvielfalt bereits in der Bio-Musterregion vorhanden ist und auch, was die Erzeuger, aber auch die Küchen für das Thema Bio motiviert.
Hintergrundinfos zum Thema „Bio“:
Ökologische Landwirtschaft bedeutet besonders nachhaltiges Wirtschaften mit Respekt vor der Natur und arbeiten für die Natur. Konkret bedeutet dies:
- Geschlossene Kreisläufe in den Betrieben: Ackerbau und Tierhaltung ergänzen sich
- Vielfältige Fruchtfolgen halten den Boden gesund
- Kein Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel
- Unkraut heißt im Bio-Betrieb „Beikraut“ und wird, wenn notwendig, mechanisch entfernt
- Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit
- Förderung der Artenvielfalt
- Artgerechte Fütterung und Haltung der Tiere
- So wenig wie möglich Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln
Weitere Informationen zur Biomusterregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb:
www.biomusterregionen-bw.de
www.biosphaerengebiet-alb.de