Beim Projekt „Bienenstrom“ werden Landwirtinnen und Landwirte durch einen Aufpreis beim gleichnamigen Stromtarif gezielt dabei unterstützt, Blühflächen anzulegen. Die anfallende Biomasse wird dann in Biogasanlagen in Strom und Wärme umgewandelt. Stromkunden zahlen dafür einen Cent mehr pro verbrauchte Kilowattstunde.
Dass dieses Modell wirkt, ist wissenschaftlich erwiesen. Die Ergebnisse eines Monitorings im UNESCO-ausgezeichneten Biosphärengebiet Schwäbische Alb aus dem Jahr 2024 zeigen, die durch den „Bienenstrom“ geförderten Flächen leisten einen großen, messbaren Beitrag zum Schutz von Bienen, Insekten und vielen weiteren Tierarten.
Im Rahmen des Monitorings wurden auf den untersuchten Bienenstrom-Flächen insgesamt 38 Wildbienenarten, 23 Tagfalter- und Widderchenarten, 41 Laufkäferarten sowie 13 Vogelarten nachgewiesen. Die Ergebnisse unterstreichen die hohe ökologische Bedeutung vielfältiger Blühflächen innerhalb intensiv genutzter Agrarlandschaften. Die Flächen bieten zahlreichen Arten Nahrung, Rückzugsorte und Nistmöglichkeiten. Besonders Wildbienen und Schmetterlinge profitieren von einem langfristigen und vielfältigen Blütenangebot der bepflanzten Flächen. Gleichzeitig fördern strukturreiche Flächen stabile ökologische Kreisläufe und stärken die Artenvielfalt.
Das Monitoring macht zudem deutlich, dass die Artenvielfalt auf den Bienenstrom-Flächen sehr viel höher ist als auf herkömmlich genutzten Energiepflanzenflächen, insbesondere im Vergleich zu Reinkulturen wie Mais.
Hintergrundinformationen:
Biologische Vielfalt ist eine wesentliche Grundlage für funktionierende Ökosysteme, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Darum ist es nicht nur am Weltbienentag wichtig, den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern noch stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.
Weitere Informationen zum „Bienenstrom“-Projekt sind online unter https://www.biosphaerengebiet-alb.de/foerdern-mitmachen/bienenstrom zu finden. Der detaillierte Monitoring-Bericht ist unter https://www.biosphaerengebiet-alb.de/fileadmin/page_images/foerdern_mitmachen/bienenstrom/2024_Monitoring_Bericht_Bienenstrom.pdf einsehbar.