Wiesen der Eichhalde im Lautertal

Biotopverbund von Kalkmagerrasen

Mit drei Projekten in den Kommunen Münsingen, Gomadingen und Schelklingen wird der Biotopverbund von Wacholderheiden im Biosphärengebiet verbessert. Wesentliche Maßnahmen sind die Rücknahme von Gehölzen und Sträuchern auf stark verbuschten, zum Teil ehemaligen Wacholderheiden. Dadurch wird wieder mehr Lebensraum für die lebensraumtypischen Tier- und Pflanzenarten geschaffen, die gut besonnte Magerrasen benötigen. Insbesondere für Schmetterlinge und Heuschrecken ist dies ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Zudem wird das charakteristische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb aufgewertet, indem ein Zuwachsen der Wacholderheiden verhindert wird. Für die Schäfer erleichtert sich die Beweidung, da die Herden in gehölzarmen, gut einsehbaren Wacholderheiden besser zu führen sind.

Aus bundesweiter Sicht zeichnet sich das Biosphärengebiet Schwäbische Alb unter anderem durch die ausgedehnten Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Albhochfläche und entlang des Großen Lautertals aus. Insbesondere durch den Rückgang der Schäferei in den letzten Jahrzehnten sind diese sehr artenreichen Lebensräume vielfach durch Verbuschung verschwunden oder durch starke Verschattung beeinträchtigt. Ziel der Biotopverbundprojekte im Biosphärengebiet ist die Wiederherstellung großflächig offener, gehölzarmer Kalkmagerrasen unter Berücksichtigung eines vielfältigen, attraktiven Landschaftsbildes und der unterschiedlichen Habitatansprüche der charakteristischen Arten. Hierfür werden Sträucher und Gehölze auf verbuschten, teils ehemaligen Wacholderheiden zurückgedrängt sowie Waldränder aufgelichtet und zurückgenommen.

Als Grundlage der Maßnahmenplanung wurden zunächst gefährdete Schmetterlings- und Heuschreckenarten im Gelände kartiert. Von dieser Bestandssituation wurde die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs abgeleitet und die Planungen mit den zuständigen Behörden, den Eigentümern, den Schäfereien und den Naturschutzverbänden abgestimmt. Beispiele für gefährdete Schmetterlinge und Heuschrecken der Kalkmagerrasen sind im Folgenden dargestellt.

Die folgenden Abbildungen vermitteln einen Eindruck der umgesetzten Maßnahmen. Die folgenden Abbildungen vermitteln einen Eindruck der umgesetzten Maßnahmen. Sie werden im weiteren Projektverlauf ergänzt.

Buttenhausener Tonhalde vor Pflegemaßnahmen Buttenhausener Tonhalde nach Pflegemaßnahmen

Abb. 1: Die Buttenhausener Tonhalde vor (links, Bild © Biosphärengebiet) und nach (rechts, Bild © Biosphärengebiet) Umsetzung der Pflegemaßnahmen im Winter 2017/2018.

Abb. 2: Wacholderheide am Machtelsberg vor (links, Bild © Biosphärengebiet) und nach (rechts, Bild © Biosphärengebiet) Umsetzung der Pflegemaßnahmen im Winter 2017/2018.

Abb. 3: Teilfläche am Machtelsberg vor (links, Bild © S. Geißler-Strobel) und nach (rechts, Bild © S. Geißler-Strobel) Umsetzung der Pflegemaßnahmen im Herbst 2018.

Beteiligte Firmen & Institutionen

Das Projekt in Münsingen ist gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds.

 

Die Projekte in Gomadingen und Schelklingen wurden durch die „Sondermittel der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen und CDU“ finanziert.

Hans Offenwanger

Diplom-Biologe und Diplom Sozialpädagoge
Naturschutz, Koordination Ranger-Team

Erreichbarkeit
ganztags:
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