Zuschauer sitzen in einem Vortrag beim Zukunftsforum
Zukunftsforum auf dem Hofgut Hopfenburg © Biosphärengebiet

Zukunftsforum Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Wie soll sich die Landwirtschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb langfristig entwickeln? Welche regionalen Projekte und Aktivitäten tragen dazu bei, dass für die nachfolgenden Generationen die Lebensgrundlagen erhalten bleiben? Welche neuen Entwicklungen können für diese Herausforderungen angestoßen werden?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich Bewohner*innen der Schwäbischen Alb, Landwirt*innen, Vertreter*innen der Kommunen und Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb bis 2019 in vier Zukunftsforen zu verschiedenen Themen. Ziel des Projektes war es, in einem öffentlichen Diskurs die aktuelle und kommende Landnutzung sowie Rohstoffverarbeitung im Biosphärengebiet zu informieren, diskutieren und daraus neue Ideen und Ansätze abzuleiten.

Wie soll sich unsere Landwirtschaft entwickeln?

Zwischen November 2018 und Juni 2019 fanden die vier öffentlichen Zukunftsforen mit den folgenden Schwerpunktthemen statt:

  1. Insektensterben stoppen, Biodiversität erhalten (November 2018)
    Das Artensterben und der Verlust von Artenvielfalt sind eine aktuelle Herausforderung globalen Ausmaßes. Oftmals ist das Wissen um die Bedeutung von Insekten und der Bedrohungen auf ihr Vorkommen wenig bekannt. Im Zukunftsforum auf dem Hofgut Hopfenburg in Münsingen klärten spannende Impulsvorträge von Expert*innen über Hintergründe und Zusammenhänge auf, um die Herausforderungen besser verstehen zu können.
  2. Getreideanbau wird nachhaltiger (Februar 2019)
    Das zweite Zukunftsforum beleuchtete die Zusammenhänge zwischen einer nachhaltigen Getreideproduktion im Ackerbau und der Herstellung von qualitativ hochwertigem Brot. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis klärten über Hintergründe und Zusammenhänge auf und führten ein in eine spannende Diskussion zwischen Landwirt*innen, Bäcker*innen und Bürger*innen.
  3. Streuobstwiesen mit Artenvielfalt erhalten (April 2019)
    Die blühenden, artenreichen Streuobstwiesen sind ein Alleinstellungsmerkmal, das die Schwäbische Alb besonders und einzigartig macht. Um sie langfristig zu erhalten bedarf es einer sinnvollen Nutzung der Wiesen und des Obstes. Hierfür standen im dritten Zukunftsforum die Themen Wiesenpflege, Initiativen zur Streuobstverarbeitung und Biodiversität und deren Zusammenhänge im Zentrum der Veranstaltung.
  4. Fleischerzeugung und Fleischkonsum: regional und nachhaltig (Mai 2019)
    Die Themen Fleischerzeugung und Fleischkonsum sind Teil der weltweiten Herausforderungen einer nachhaltig zu entwickelnden Landwirtschaft. Das Konsumverhalten der Bürger*innen spielt dabei eine große Rolle und hat bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe. Wie kann die Erzeugung von tierischen Produkten im Sinne des Biosphärengebiets gestaltet werden? Was bedeutet dabei Tierwohl und wie kann es garantiert werden? Wie lassen sich die hohen Anforderungen an die Produktion mit den Preisen für die Konsumenten vereinen?

An jedes der vier Zukunftsforen schloss sich eine Projektwerkstatt an, in der rund 20 Teilnehmende Projekte und konkrete Ideen für Maßnahmen diskutiert und entwickelt haben.

Weitere Informationen, den Projektbericht und die Ergebnisse der Projektwerkstätten sind auf der Website „Zukunftsforum Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ zu finden.

Das Projekt wurde finanziert aus Sondermitteln der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU.

 

Beteiligte Firmen & Institutionen

Projektträger:
Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Projektpartner:

Kreisbauernverband Reutlingen e.V.

 

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

 

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband BW e.V.

Projekteindrücke

Rainer Striebel

Waldwirtschaft und Umwelt B.Sc., Umweltschutz M.Eng.
Teamleitung Naturschutz & Landnutzung, Land- und Forstwirtschaft, Regionalvermarktung

Erreichbarkeit
ganztags:
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
Adelheid Schnitzler

Diplom-Agraringenieurin
Landwirtschaft, Schäferei, Regionalvermarktung

Erreichbarkeit
ganztags:
  • Mo
  • Di
  • Do
  • Fr