Blaue Blüten des Frühlingsenzian
Frühlingsenzian 1, Gentiana verna © Dietmar Nill

Frühlings-Enzian

Artentyp

Pflanze

Lebensraum

Offenland

Bestandssituation

gefährdet

Geschichte

Früher war man vielerorts davon überzeugt, dass wenn jemand einen Enzian ins Haus brächte, in dieses daraufhin Blitze einschlügen. Anderenorts wurde verbreitet, dass immer wenn eine Pflanze abgepflückt würde, daraufhin jemand sterbe. Außerdem gilt der Frühlingsenzian als Gewitter anziehend.
 

Aussehen

Der Frühlingsenzian (Gentiana verna) ist durch seine auffällig intensive Blaufärbung leicht zu erkennen. Die Stängel des Frühlingsenzians stehen aufrecht und besitzen flach ausgebreitete Blüten. Eine Blüte mit enger Röhre und ausgebreiteten Zipfeln sind typisch. Die Pflanze kann eine Höhe von 5 bis zu 20 cm erreichen.
 

Frühlingsenzian

Frühlingsenzian, Gentiana verna © Kornelia Cani
 

Vorkommen

Der Frühlings-Enzian wächst gerne auf Magerrasen, Steinrasen sowie auf Schafweiden. Kalkreiche Böden, wie sie auch an der Schwäbischen Alb vorzufinden sind, sowie sonnige Alpenwiesen und alpennahe Gebiete werden von der Pflanze als Standort bevorzugt.
 

Gefährdung

Der Frühlingsenzian steht unter Naturschutz, da sich der Bestand in den letzten Jahren deutlich verringert hat. Als Ursache dafür gilt die Eutrophierung. Dabei handelt es sich um eine vom Menschen verursachte Erhöhung des Nährstoffgehalts im Boden, welche durch Düngereinträge verursacht wird. In Deutschland gilt die Art als gefährdet, in Baden-Württemberg sogar als stark gefährdet.
 

Was kann ich zum Schutz der Pflanze selber tun?

In Naturschutzgebieten sollte man unbedingt auf den Wanderwegen bleiben, um eine Zerstörung der dort wachsenden Pflanzen zu verhindern.

Artensteckbrief Frühlingsenzian PDF, 418.3 KB

Herausgeber

Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb
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