Verschiedene Blumen wachsen auf einem Feld
Blühmischung © Biosphärengebiet
Service

Blühmischungen

Die Artenvielfalt auf der Schwäbischen Alb ist groß, muss jedoch an vielen Stellen Siedlungsstrukturen weichen. Die Aussaat von ausgewählten Blühmischungen kann die Farbenpracht auch in die Städte zurückbringen.

Die Landschaften der Schwäbischen Alb bieten eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und eine wunderschöne Farbenpracht im Frühjahr und Sommer.

In den Städten – in privaten Gärten, auf Firmengeländen oder in Parkanlagen muss die Blütenpracht häufig gepflegten Rasen und wenig artenreichen Wiesen weichen. Als Saatgut werden entweder häufig handelsübliche Gebrauchsrasenmischungen verwendet, die Anzahl unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten ist auf diesen Flächen meist gering. Und viele Blühmischungen blühen zwar im ersten Jahr sehr attraktiv, die oftmals exotischen Blumen halten sich jedoch nicht dauerhaft und stellen für die heimischen Insekten nur begrenzt Nahrung bereit. Dabei bieten innerstädtische Grün- und Freiflächen die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.

Ein Weg, solche Flächen naturnah und attraktiv, kostengünstig und lebenswert zu gestalten, ist die Begrünung mit hochwertigen Blühmischungen in Kombination mit einer extensiven Pflege.

Metallfiguren stehen in einem Blühstreifen

Blühstreifen am Biosphärenzentrum © Biosphärengebiet

Für den Einsatz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurden mit Unterstützung eines Experten für Botanik Saatgutmischungen entwickelt, die besonders hohe naturschutzfachliche Ansprüche erfüllen. Dabei spielt die Regionalität, eine Angepasstheit an die örtlichen Bedingungen des Klimas und der Böden und die Kombination der einzelnen Arten eine entscheidende Rolle. Im Gegensatz zu kurz gemähten Rasenflächen bieten die schön blühenden, höher gewachsenen Flächen zahlreichen Insekten Nahrung und dem menschlichen Auge eine willkommene Abwechslung.

Eine Mohnblumenwiese am Wegesrand

Blumenwiese Schwäbische Alb © Biosphärengebiet

Blühmischung „Blumenwiese Schwäbische Alb“

Diese Blühmischung zeichnet sich durch eine hohe Arten- und Farbenvielfalt aus und bietet mehrjährig einen Lebensraum für zahlreiche Insekten, wie Schmetterlinge, Heuschrecken und Käfer. Sie ist speziell für den Einsatz auf der Schwäbischen Alb für die Aussaat im Siedlungsbereich entwickelt. Für die Anwendung in der freien Natur ist sie nicht zulässig.

Die mehrjährige Mischung besteht aus 50 % Gräsern und 50 % Blumen. Sie ist sehr bunt und artenreich mit nieder- und hochwüchsigen Arten, sowie Unter- und Mittelgräsern und Obergrün. Die Arten blühen nacheinander auf und bieten so den ganzen Sommer über ein schönes Bild.

Mittlere, „frische“ Standorte, sonnig bis halbschattig, extensiv genutzte Wiesen im Siedlungsbereich.

 

Ende März bis Ende Mai oder Ende August bis Ende September.

Mit einer Fräse oder manuell die vorige Bodenbedeckung mitsamt den Wurzeln entfernen. Saatgut auf vorbereiteten, feinkrümeligen Boden obenauf säen und anschließend mithilfe einer Schaufel oder mit einer Rasenwalze andrücken. In den ersten Wochen bis zur Keimung feucht halten.

80 bis 100 cm vor dem ersten Schnitt.

4 g/m² bzw. 40 kg/ha

Ab Mitte Mai bis zum ersten Frost.

Auf sehr mageren Standorten einmal, auf fetteren Standorten zwei bis maximal dreimalige Mahd. Bei zweimaliger Mahd die 1. Mahd im Juni, die 2. Mahd im Herbst ab Oktober. Der bunte Blühaspekt bleibt nachhaltig erhalten, wenn die Pflanzen Blüten entwickeln und Samenstände ausbilden können. Das Mahdgut sollte abgeräumt werden.

Unerwünschte Arten können durch Pflegeschnitte entfernt werden, z.B. ein Schröpfschnitt ca. 3 bis 6 Wochen nach Ansaat.

Ausschließlich nach dem Qualitätsstandard des Verbandes deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V. zertifizierte, gebietseigene Wildarten. Die Arten haben einen nachvollziehbaren, regionalen Ursprung auf Grundlage von definierten Ursprungsgebieten. Die Mischung enthält Saatgut aus den Ursprungsgebieten 11, 12 und 13.

PDF Blumenwiese Schwäbische Alb herunterladen.

Bestellung der Blühmischung

Die Blumenmischung „Blumenwiese Schwäbische Alb“ kann als Sonderbestellung bei regionalen Saatgutproduzenten bestellt werden. Bestellungen werden bei der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb gesammelt und weitergegeben. So sparen Sie sich Bearbeitungsgebühren, die für Spezialmischungen anfallen können. Sie bekommen das bestellte Saatgut sowie eine Rechnung direkt vom Hersteller an die von Ihnen angegebene Adresse geliefert.
Bestellungen sind bis spätestens Ende Februar für die Frühjahrssaat bzw. bis Ende Juli für die Herbstsaat möglich.

Blühmischungen

Saatgutmischung "Blumenwiese Schwäbische Alb"
40 g (für 10 m²)
€ 7,- / Einheit (netto; ohne Lieferung)

Saatgutmischung "Blumenwiese Schwäbische Alb"
100 g (für 25 m²)
€ 12,50 / Einheit (netto; ohne Lieferung)

Saatgutmischung "Blumenwiese Schwäbische Alb"
500 g (für 125 m²)
€ 45,- / Einheit (netto; ohne Lieferung)

Saatgutmischung "Blumenwiese Schwäbische Alb"
500 g (für 125 m²)
375 g Füllstoff Vermiculit
€ 46,50 / Einheit (netto; ohne Lieferung)

Genannt sind hier die Nettopreise, d.h. es fallen zusätzlich Umsatzsteuer (derzeit 7%) an. Es werden zusätzlich 6 € Liefer-gebühren berechnet. Ab einem Bestellwert von 250 € ist der Versand kostenfrei. Der Mindestbestellwert beträgt 60€.

Lieferadresse
Rechnungsadresse, wenn abweichend

Ich bin damit einverstanden, dass die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb meine Bestellung im Rahmen der nächsten Sammelbestellung an die Saatgutfirma Rieger-Hofmann sendet. Die Bearbeitung, der Versand und die Rechnungsstellung erfolgt durch die Rieger-Hofmann GmbH

Verschiedene Blumen auf einer grünen Wiese

Blumen für trockene Standorte © Elke Schwarz

Blühmischung „Blumen aus dem Biosphärengebiet für trockene Standorte“

Diese Blühmischung verkörpert Regionalität: Sie enthält ausschließlich Saatgut, das 2017 nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb an mehreren Standorten im Biosphärengebiet gesammelt und vermehrt wurde. Die Blühmischung ist nur für eine Aussaat im Biosphärengebiet geeignet.

Optisch gleicht die Samenmischung einem naturnahen Staudenbeet mit einem bunten und langen Blühaspekt. Die Stauden- und Gräser-Mischung bietet eine wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Lässt man die Samenstände stehen, dienen sie im Winter als Unterschlupf für zahlreiche Insekten.

Die Blühmischung eignet sich für die Begrünung im Siedlungsbereich an eher trockenen und sonnigen Standorten, z.B. für Dachbegrünungen und Steingärten. Außerdem kann sie zur naturnahen Gestaltung von Verkehrsinseln, Verkehrsbegleitflächen, aber auch bei der Gestaltung von Außenanlagen im öffentlichen oder privaten Bereich (beispielsweise auf Firmengeländen) eingesetzt werden. 

Ende März bis Ende Mai oder Ende August bis Mitte Oktober.

Saatgut auf mageren Boden aufbringen und leicht andrücken. In den ersten Wochen feucht halten.

30 bis 80 cm.

2,5 g/ m2

Ab Anfang Mai bis in den Herbst. Hauptblüte Juni - Juli.

Pflege wie die eines Staudenbeetes mit höchstens einem Pflegeschnitt im Jahr. Um einen Unterschlupf für Insekten zu gewähren, kann dieser Schnitt auch erst im zeitigen Frühjahr erfolgen. 

Basismischung, die in den kommenden Jahren erweitert wird. Das Saatgut stammt von Flächen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

PDF Blumen aus dem Biosphärengebiet für trockene Standorte herunterladen

Samenmischung für 4 m2 (Gestreckt mit Weizenkleie auf 80 g): 16 € inkl. Steuern und Versand.

Samenmischung für 20 m² (Gestreckt mit Weizenkleie auf 400 g): 49 € inkl. Steuern und Versand.

Größere Mengen auf Anfrage erhältlich.

Bestellung der Blühmischung

Direkt bei der Firma ISATIS montana:

Mail: info@isatis.de, Telefon: 07125-2478

Blühende Wiese mit rotem Klatschmohn

Blühendes Biosphärengebiet für Wildbienen © Daniel Schlemonat

Blühmischung „Blühendes Biosphärengebiet für Wildbienen und Schmetterlinge“

Diese Blühmischung ist als Gratis-Päckchen beim Biosphärengebiet Schwäbische Alb erhältlich. Durch die Aussaat im Siedlungsbereich leisten Sie einen direkten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Diese Blühmischung bietet einen großen Artenreichtum, der Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten zugutekommt.

Durchlässige, nicht zu nährstoffreiche Böden im Siedlungsbereich. Für die Anwendung in der freien Natur ist sie nicht zulässig. Ideal für kleine Flächen oder als Saum entlang von Gartenflächen, Mauern oder Wegen, wo ein Lebensraum für viele Tierarten, insbesondere Insekten, entstehen darf.

 

März bis Mai oder August bis September.

Samen gleichmäßig auf o­ffenen feinkrümeligen Boden streuen, andrücken und ggf. wässern. In den ersten Wochen bis zur Keimung feucht halten.

60 bis 140 cm.

2 g/m², der Inhalt eines Gratis-Päckchens reicht für 1 m².

Einmalige Mahd, ggf. in zwei- bis dreijährigem Abstand. Die Mahd erfolgt am besten im Frühjahr, um Ansitzwarten für Vögel und Samen als Winterfutter zu erhalten. Die Fläche nach der Mahd abräumen.

Bei der Auswahl der Sorten wurden insbesondere die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen berücksichtigt und Pflanzen gewählt, die Schmetterlingsraupen als Futterpflanzen dienen. Ein langer Blühaspekt von frühzeitig blühenden Arten bis zu Hochsommerarten, garantiert eine kontinuierliche Sammelquelle. Im ersten Jahr sorgen einige einjährige Arten für einen ansprechenden Bestand; in den Folgejahren werden diese von ausdauernden, mehrjährigen Arten ersetzt.

Die Mischung besteht aus 100% Wildblumen mit Saatgut aus den Ursprungsgebieten 11 und 13.

PDF Blühendes Biosphärengebiet für Wildbienen herunterladen

Bestellung der Blühmischung

Diese Blühmischung gibt es als Gratis-Päckchen beim Infozentrum bzw. der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und ist nicht verkäuflich. Sie kann anhand der Artenliste individuell bei einem regionalen Saatgutproduzenten (z.B. Rieger-Hofmann oder Saaten Zeller) bestellt werden. Die alternative Blühmischung „Blumenwiese Schwäbische Alb“ ist auch für größere Flächen geeignet; die Geschäftsstelle gibt zweimal im Jahr eine Sammelbestellung auf.

Ansprechpartner

Hannes Rau

Geograph M.Sc.
Partner-Initiative, Unternehmen und biologische Vielfalt

Erreichbarkeit
ganztags:
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  • Fr