Küchenschelle 3, Pulsatilla vulgaris © Dietmar Nill

Küchenschelle

Artentyp

Pflanze

Lebensraum

Offenland

Bestandssituation

gefährdet

Geschichte

Im Brandenburgischen war man davon überzeugt, dass der Fruchtstand die Stelle kennzeichnen würde, wo der Jäger eine Hexe aus der Luft heruntergeschossen habe. In anderen Regionen glaubte man, dass die jungen Gänschen im Ei ersticken würden, wenn man sich die Küchenschelle ins Haus holen würde. Die Volksmedizin empfahl das Kraut früher gegen Migräne, Keuchhusten und Kreislaufstörungen.
 

Aussehen

Die Blütenstände der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) sind aufrecht und können zwischen 10 bis zu 20 cm hoch werden. Die violette Pflanze verfügt über eine Glockenförmige Blütenform, die außen mit feinen Härchen versehen ist.
 

Küchenschelle, Pulsatilla vulgaris © Kornelia Cani
 

Vorkommen

Küchenschellen sind im nördlichen, mittleren und südlichen Europa verbreitet. Die Küchenschelle bevorzugt sonnige Standorte. Den Untergrund betreffend ist sie allerdings recht genügsam und wächst auch mal in steinigen Gebieten, solange der Boden gut durchlässig und lehmig-sandig ist. Kalkreiche, warme, trockene und basenreiche Standorte sind typisch für die Küchenschelle. Man findet Sie häufig auf Trockenrasen, an Felsen, auf Kalk-Magerwiesen, in trockenen Schafweiden und in Kiefernwäldern.
 

Gefährdung

Flurbereinigung und Düngung haben dafür gesorgt, dass karge Böden zu fruchtbarem Land wurden, wodurch die Küchenschelle und auch andere ursprüngliche Pflanzen sich dort nicht mehr ansiedeln können. Die Kuhschelle gilt in Deutschland und Baden-Württemberg als gefährdet.
 

Was kann ich zum Schutz der Pflanze selber tun?

Immer die vorgegebenen Wanderwege nutzen und keine Pflanzen vom Wegesrand pflücken.
 

Küchenschelle, Pulsatilla vulgaris © Herrmann Nax

Artensteckbrief barrierefrei Küchenschelle PDF, 553.4 KB

Herausgeber

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